Freitag, 12. Juni 2009

Uluru & Kata Tjuta

Good Morning Germans,

nachdem wir mehrere Tage on the road waren und taeglich 600km zurueckgelegt haben, sind wir am Donnerstag nachmittag endlich am Uluru, so heisst der Berg bei den Aborigines (Ayers Rock heisst er bei den "Weissen") angekommen. Schon von Weitem konnte man den riessen Monolithen erblicken. Zum Schutz des Uluru wurde vor einigen Jahren ein zentrales Resort eingerichtet, in das alle Camper und Moechtegern-Camper (die mit den riessen Campervans mit TV, Sitzgruppe, Toilette und Stiefmuetterchen am Fensterbrett) zum Uebernachten muessen. Es ist nicht gerade billig, dafuer aber nur 4km vom Ayers Rock entfernt. Nach dem Check-in ging es dann auch direkt Richtung Uluru. Je naeher man kommt, desto beeindruckender wird er und man bekommt eine ungefaehre Ahnung, aus wievielen Woelbungen, Rundungen etc. er wirklich besteht. Denn von weiterer Entfernung sieht er eher flaechig aus. Ist schon unglaublich.

Nach einem ersten Blick vom Sunset Point und einigen Fotos, sind wir ins Cultural Center - ein Infozentrum, das von Parkrangern und Aborigines zusammen gebaut wurde - und haben uns dort erstmal informiert und ziemlich viel ueber das Leben der Aborigines, deren Braeuche und Lebensweise gelernt. Dort haben wir dann auch beschlossen, den Berg nicht zu besteigen, da er fuer die Aborigines heilig ist. (Zudem waren die Wetterverhaeltnisse schlecht, so dass der Aufstieg sogar verboten war.) Es gibt auch viele Stellen ("sacred sites") rund um den Berg, die man weder besteigen noch fotografieren darf...

Aber den Sunset darf man knipsen :-) Und so sind wir dann auch gleich wieder Richtung Sunset Point geduest. Waren zwar 90 Minuten vorher schon dort und beileibe nicht die ersten. Und es wurden immer mehr und mehr Touris. Ein Highlight fuer uns war, dass wir "Netz" hatten und dann in Skype sogar Anne, Margot und Matthias online waren. Somit konnten wir Live Bilder vom Uluru gen Deutschland senden und noch etwas mit allen quatschen, bevor der Sunset anbrach. War echt schoen... als der Sonnenuntergang dann naeher rueckte wurde fotografiert und fotografiert. Manche Touris hatten Stuehle, Chips und Champus am Start, war schon witzig. Bei uns gab's leider nur die "backpacker-billig-Variante": ne Coke und die Billig-Plaetzchen vom Woolies :-)

Uluru sunset


Am Samstag Morgen wollten wir uns dann auch gleich den Sunrise angucken, jedoch war es so bewoelkt (und so warm im Bett nach einer eiskalten Nacht), dass wir kurzerhand beschlossen haben, dies zu verschieben und nach Langem mal wieder auszuschlafen... Gegen 10am sind wir dann doch am Ayers Rock angekommen und haben einige, kurze (2km) Walks gemacht, die einen jeweils ganz nah an den Uluru brachten. Es gibt auch einen 12km langen Walk rund um den Felsen, den wollen wir dann morgen angehen...

Nach dem Fruehsteuck mit Ayers Blick sind wir zur zweiten Attraktion, den Kata Tjuta (Olgas) gefahren. Nach 50km Outback haben wir an zwei Spots gehalten, um einen Blick aus der Ferne zu erhaschen. Auch sehr beeindruckend, allerdings hat uns der Uluru besser gefallen (vor allem dem Peter). Da auch die Olgas heilig sind, gibt es dort nur 2 Walks, einer davon jedoch ueber 8km lang und sehr steil. Deshalb haben wir nur den etwa 3km langen Walk in eine Schlucht der Olgas gemacht. Dieser war jedoch auch nicht ohne, da es ueber Stock und vor allem Stein ging. Andi wurde dann auch, wegen ihrer Flip-Flops, von Aussies angesprochen :-) Aber die wussten wohl nicht, dass das "Wander-Flippos" sind :-) (ihre "richtigen" Schuhe hat sie in Byron Bay vergessen - so war die Wahl nicht schwer: Flip Flops oder Gummistiefel).

Circa 90 Minuten vor Sunset sind wir zum Olgas-Sunset Point gefahren, wo wir die Zeit bis zum eigentlichen Hoehepunkt mit Lesen verbracht haben (uebrigens lesen wir im Moment echt viel, hauptsaechlich englische Buecher). Leider habe ich eine Kanadierin angesprochen und gefragt, wann der Sunset ist. Die hat uns dann gute 20 Minuten vollgequatscht und uns von ihrer tollen Innerlandsroute mit den Bird-watching places und und und erzaehlt und wusste alles besser. Mann, ging uns die auf den Zeiger. Naja jetzt wissen wir wenigstens, das unsere Route bisher wohl Mist war :-)
Zum Sunset kamen dann einige Busse, die ihren Gaesten Sekt und Nuesse zum Sonnenuntergang serviert haben. Gott sei dank hatten wir keinen Hunger und auch nix dabei (aaahhh!!!).

Kata Tjuta (The Olgas)


Zum Dinner haben wir dann erstmals was aus der Dose probiert (gab's beim Woolies im Angebot). Ravioli vom Heinz, richtiges backpacker- oder Studentenfressen also. Pfui Teufel!!! Und ihr alle habt wohl zur gleichen Zeit auf der Ottensooser Kirchweih Bratwuerste mit Kartoffelsalat (ich traeum schon seit Tagen davon) gegessen. Schaemt euch und wagt es jaaaa nicht, uns davon zu erzaehlen!!!

Am letzten Tag haben wir dann entschieden, den Uluru nochmal aus der Naehe zu betrachten und den 12km langen Rundweg um den Monoliten anzugehen. Gegen 11am sind wir aufgebrochen und haben fuer den Weg ca. 2.5h benoetigt. Highlight war das Auftauchen einer Aborginals-Gruppe mit 5 Kindern und mindestens genauso vielen Hunden (obwohl die eigentlich im National Park verboten sind), die ganz schoen Rabbatz gemacht haben :-)
Danach gab es in einem Cafe Latte und Kuchen (Angebot, Stueck $2.50). Leider war es Andi nach dem Kuchen gleich mal schlecht. Die waren echt sehr suess und fett...

Zum Dinner sind wir dann zurueck zum Caravan Park und haben einen -ausser der Kaelte- ruhigen Abend mit leckeren Spaghettis erwartet. Doch nicht fuer uns: Es ging los, dass die Toiletten geschlossen waren. Swine Flu. Anscheinend ist sie in einem Bus ausgebrochen und deshalb durften nur noch die Insassen die Toilette aufsuchen. Alle anderen mussten auf andere ausweichen. Schock!
Dann der naechste: Beim Dinner liefen auf einmal wilde Dingos an uns vorbei. Wir sind sofort ins Auto (wissen noch von Fraser Island, dass die ganz schoen aggressiv sein koennen) und haben sie von dort aus beobachtet. Dies hat der kleine Tier-Detektiv Andi K. uebernommen. Gut 1h hatte sie die Tiere im Blick und berichtete mir alle paar Minuten ueber das Verhalten der Tiere. War soooo suess :-) Die Nacht wollten wir dann eher nicht auf die Toilette und alle am Campground sind zu den Toiletten gerannt, hatten Lampen dabei, sind wieder umgedreht. Dingo Alarm :-)

Uluru walks


Am Morgen ging dann unser Weg, etwas unaufgeregter weiter nach Alice Springs.

Gruesse aus dem Roten Zentrum,
Andi & Peter

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