Samstag, 21. Februar 2009

every day life byron bay

Servus guys,

vielleicht schaffen es ja ein paar von euch, sich von den Schneebergen zu befreien und unsere neuen Nachrichten aus Byron Bay zu lesen :o) Wir hingegen koennen uns momentan das deutsche Wetter kaum vorstellen, da es bei uns taeglich um die 30Grad hat und wenn die Sonne mal nicht vom Himmel brennt, der tropische Regen und das humide Klima uns auch nicht abkuehlen laesst.

Richtig aushalten laesst es sich hoechstens im kuehlen Nass (Swimming Pool oder Meer) oder in klimatisierten Raeumen wie daheim oder in der Schule. Der Unterricht hat es immer noch in sich mit den woechentlichen Listening-, Reading-, Writing- und Speaking-Tests. In einer Woche ist Halbzeit und dann geht es strikt auf den IELTS Test hin, wofuer wir auch an den Wochenenden je ein paar Stunde ackern - mal mit mehr Erfolg, mal mit weniger; vor allem, wenn Peter mal wieder alles besser weiss ;o) Das soziale Umfeld und das spassige Miteinander der verschiedenen Kulturen im Klassenzimmer jedoch entschaedigt fuer einiges.

Letzte Woche hatten wir die Moeglichkeit, ganz fleissig zu sein, da es Peter sieben Tage (!) nicht erlaubt war, in's Wasser zu gehen: er hatte sich eine tiefe Wunde durch heruntergefallenes Glas zugezogen, welche fuenf Stiche benoetigte. Das Byron Hospital war eine Erfahrung fuer sich (wir verbrachten dort auch ne ganze Menge Zeit bei drei Stunden Warten nach der ersten Frage, ob Peter denn was zu sich genommen haette...): ich kam mir von der Ausstattung her vor wie bei "Klinik unter Palmen". Auch die Aerzte liessen es krachen: wir kamen "gluecklicherweise" erst um 8pm dran und gerade zu dieser Zeit lief die Schicht des einzigen Arztes im ganzen hospital aus. Der verabschiedete sich dann auch gleich. Zum Glueck liess die naechste Schicht nicht lange auf sich warten, hatte aber erstmal nichts Besseres zu tun, als sich mit den Kollegen zu unterhalten, waehrend Peter mittendrin auf der Britsche lag, irgendein Sicherheitsdienst die gekuehlten Blutproben neben uns abholte etc.

Da die Australier keinen Fasching feiern, beschlossen wir, alleine mit den Hunden zu feiern (siehe Bilder): Wir wissen zwar nicht, ob es Maddog etwas ausgemacht hat, Anstalten hat er jedenfalls keine gemacht, und wir hatten unseren Spass und kamen aus den Lachkraempfen fast nicht mehr heraus!!! Maddog als Bee ist zu suess!

Ein weiteres Highlight war unser Sonntagsessen letzte Woche: Knoedel mit Haehnchen und Zwiebelsosse. Ach, war das lecker! Auch wenn die Gniedler eher nach Gries geschmeckt haben (meiner Meinung nach...). Waren jedoch wirklich aus Deutschland, hatten wir in der Naehe Canberra ergattert bei "Peter's Deli".

Everyday life in Byron Bay


So, Peter draengelt, wir "muessen" heute noch einen process beschreiben, wollen evtl. noch in einem Cafe einen typisch australischen cake probieren, auf den ich schon seit langem spinne :o), wollen uns im Pool abkuehlen und dann wurden wir gerade in's Beach Hotel eingeladen auf ein Concert...naja, schaffen wir eh nicht alles!

Humide Gruesse nach Deutschland,
Peter und Andi

Mittwoch, 11. Februar 2009

BBQ im hauseigenen Garten

Unser erstes BBQ im hauseigenen Garten haben wir auch schon hinter uns und es startete richtig spanisch / australisch: Nachdem Dawid, der Spanier, gemeint hat, wir wuerden gegen 9pm starten, meinte Darren, der Australier, wir sollten spaetestens um 5:30 mit einem drink starten, worauf wir uns dann geeinigt hatten. Nachmittags bekamen wir eine SMS, ob wir zum BBQ um 6pm da waeren. Da wir schon in der Schule gelernt haben, dass man zu einem australischen BBQ nie rechtzeitig erscheinen sollte, machten wir uns so gegen 6:30pm auf in’s Erdgeschoss. Da waren wir dann erstmal die einzigen mit Anni und Darren. Wir beschlossen, unseren Salat vorzubereiten, bis sich alle versammelt haben. Wenig spaeter waren dann wirklich alle im Garten. Gegen 8pm erfuhren wir, dass das spanische Gericht noch ca. zwei Stunden dauern wuerde, bis es fertig sei. Na gut, Hetze und deutsche Puenktlichkeit sind hier nicht gefragt. Hat dann aber wirklich alles sehr lecker geschmeckt, die Gitarren wurden ausgepackt und mir wurde das Pokern beigebracht…versteh ich ja schon auf deutsch nicht! Zu guter Letzt hatten wir noch einen unbeliebten Besucher im Garten, einen giftigen Frosch! Anscheinend wuerden Menschen von dessen Gift nur krank werden, doch die kleinen Hunde koennten sterben. So wurden deren Maeuler ausgewaschen und raus durften sie natuerlich auch nicht mehr...
Tags drauf besuchte uns eine Brown Snake im Garten, die wohl giftigste Schlange Australiens. Sie aehnelt zwar eher einer Ringelnatter und sieht somit wirklich ungefaehrlich aus mit ihren 50cm Laenge und der unscheinbaren braunen Farbe der Haut. Aber angeblich hat man nach einem Biss um die 45 Minuten Zeit, ein Krankenhaus aufzusuchen. An diesem Tag durften die Hunde wieder nicht hinaus…

Back in Byron Bay

Dienstag, 10. Februar 2009

Zwei Wochen Byron Bay

Nachdem uns beide die Sommergrippe erwischt hat (Schnupfen und Schwitzen bei tropischen 30 Grad ist echt kein Spass!) und wir einen Gang runterschalten mussten, haben wir jetzt auch mal wieder Zeit, ueber die letzte Woche zu berichten.

Inzwischen haben wir uns gut eingelebt in unserem neuen shared house (mit zwei Australiern, denen das Haus gehoert, zwei haesslichen, aber total lieben Hunden, und einem Spanier), sind froh ueber ein richtiges Bett jede Nacht, die Toilette gleich um die Ecke, und es war ein schoenes Gefuehl, an einen Ort zu kommen, den man kennt und sich nicht erst neu orientieren und suchen muss.

Der IELTS course in der language school ist sehr interessant, macht manchmal Spass und manchmal ist es wirklich anstrengend, da sehr schwierig, hohes Tempo, viele neue Vokabeln. Inzwischen haben wir schon zwei Praesentationen, zwei listening tests, zwei reading tests und einen writing test hinter uns. Aber nur so kann man lernen.
Unsere classmates sind alle recht nett: ueberwiegend Brasilianer, eine aus Chile, eine Koranerin, eine aus France-Swiss.
Wir haben auch schon unsere erste Exkursion hinter uns: zur brewery in Astonville! Nach einer Fuehrung durften wir natuerlich alle Biersorten probieren, was zu einer ausgelassenen Stimmung fuehrte, wie man sich gut vorstellen kann. Geplant war auch, gegen lunch time wieder in der Schule zu sein zum Nachmittagsunterricht. Doch irgendwie musste die Lehrerin nicht mal gross umgestimmt werden, als es hiess, alle wollten fast food im Mc Donalds in Ballina! Dort schlugen auch alle richtig zu. Ein Grund wird wohl sein, dass im „Oeko-Byron Bay“ weder ein Mc Donalds noch ein Hungry Jacks noch irgendeine andere Fast Food Kette vertreten ist, da sich die Buerger dagegen gewehrt haben.

Astonville Brewery


Letzte Woche haben wir auch gleich mal am Strand wie aus heiterem Himmel das deutsche Paerchen von Crescent Head getroffen, mit dem wir uns so gut unterhalten hatten.
So klein ist Australien!

Neben den Ueberschwemmungen im Norden Australiens sind natuerlich die Bush Fires im Sueden momentan das Thema in den Medien und natuerlich auch in der Schule! Wir hatten schon einige Artikel zu lesen und schauen auch immer die News auf ABC. Bush Fires gibt es in Australien jedes Jahr, doch solch ein Ausmass wie dieses Jahr (mit inzwischen 175 Toten) hat das Land noch nicht erlebt. Ueberall sieht man die Leute vom Red Cross, um donations einzusammeln.
Schon ein Land der Kontraste, Australien…

Wir wuenschen euch was,
Peter und Andi

Mittwoch, 4. Februar 2009

Crescent Head

Hallo zusammen,

in Crescent Head angekommen, hatten wir das erste Mal seit langem wieder einen quick chat mit einem deutschen Paerchen, welches auf dem Campground direkt neben uns stand. War richtig entspannend, einfach zu reden ohne gross nachdenken zu muessen und vor allem, wirklich alles zu verstehen!

Hier gefiel es uns so gut, dass wir beschlossen, bis einen Tag vor Byron Bay zu bleiben - also fuenf Tage: neben den guten Surfbedingungen (die Wellen liefen sehr lang aus und waren recht "gentle") war unter anderem ein Grund fuer uns zu bleiben, dass sich der Campground direkt am Meer befindet und man nur um die fuenf Minuten in den Ort selbst laufen musste. Dies eroeffnete uns die Moeglichkeit, die Zeltplane gegen die Sonne aufzustellen, das Auto stehen zu lassen und abends mal essen zu gehen. Und so kam es dann auch: hier waren wir das erste Mal "australisch essen" im wohl einzigen Restaurant in ganz Crescent Head. Peter hatte ein 250g Steak mit Pommes und ich den leckersten Fisch, den ich je gegessen habe, mit Kartoffeln und Salat. Yummi!

Am letzten Abend waren wir dort sogar noch einmal essen; aber diesmal mit Paul, einem in Sydney lebenden Englaender, den wir hier kennengelernt haben. Paul ist 40 Jahre alt und hat sich eine Woche Auszeit genommen. Er hat uns gezeigt, wie man im Meer richtig fischt und dass beim Angeln das Bier das Wichtigste ist :o)

Am ersten gemeinsamen "Angel-Abend" habe ich mit Pauls Hilfe einen ca. 20cm langen Whiting gefischt, der am Campground gleich mal vorgefuehrt wurde. Zuerst standen wir bei einem aelteren Australier, von dem Paul tags zuvor ein paar brauchbare Tipps erhalten hat. Nach einigen Minuten scharten sich um uns jedoch um die acht Australier, die alle unseren Fang bestaunten und uns BBQ - Empfehlungen gaben!
Diese beherzigten wir sogleich, nachdem Peter den Fisch ausgenommen und abgeschuppt hatte. Geschmeckt hat der kleine Whiting vorzueglich, aber gepasst hat er gerade mal in drei Zahnluecken!
Dass ich den ersten Fisch gefangen hatte, konnten die zwei Herren natuerlich nicht auf sich sitzen lassen und so zeigten sie mir am zweiten gemeinsamen "Angel-Abend", wie man richtig fischen geht. Das Ergebnis waren zwei Whitings, die wiederum sehr vorzueglich geschmeckt haben.

Zudem bekamen wir von den alten Aussies am Strand noch eine Lehrstunde in Sachen Wattwuermer ziehen: hierfuer streicht man mit einem Netz, welches toten Fisch enthaelt, ueber den Sand. Die Wuermer riechen den Fisch und spitzen aus dem Sand. Daraufhin muss man versuchen, den Wurm auf ein Stueck aus dem Inneren einer Muschel kriechen zu lassen. Wenn er ein paar cm sichtbar ist, muss man mit Daumen und Zeigefinger unter den Sand greifen, den Wurm zum richtigen Zeitpunkt von hinten packen und zuegig aus dem Sand ziehen.
Wir haben es natuerlich nicht geschafft, aber der alte Australier zog auf diese Art und Weise eine ganze Menge. Die Wuermer hatten eine Laenge von je ca. einem Meter! Das war einfach unglaublich!

Crescent Head


Also alles in Allem eine aufregende Woche mit vielen Ereignissen und neuen Bekanntschaften.

Liebe Gruesse nach Deutschland,
Peter und Andi

Sonntag, 1. Februar 2009

Australia Day in Port Macquarie

Good Morning,

Am „Australia Day“ bekamen wir schon morgens am Campground die ersten Flaggen, Fahnen und bemalten Kinderbacken zu Gesicht. In der Stadt Port Macquarie ging es dann weiter mit Strassenfesten, Maerkten, Veranstaltungen und wieder tausend Fahnen. Da uns beim Schlendern durch all diesen Trubel die Hitze recht zu schaffen gemacht hat, zogen wir eine Abkuehlung im frischen Nass vor und fuhren weiter nach Crescent Head. Auf der Fahrt flog fuer einen kleinen Augenblick ein riessiger Adler auf ungefaehr derselben Hoehe wie wir nur einige Meter entfernt von uns durch die Luefte und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus!

Port Macquarie


So long,
Peter & Andi