Mittwoch, 24. Juni 2009

Perlenstadt Broome

Hallo miteinander,

die Fahrt gen Broome's Stadtzentrum erwies sich als unerwartet langweilig, da sie sich ueber viele Kilometer mit trostloser Vegetation links und rechts des Highways, trockenem, rotem Sand und einem Kreisverkehr nach dem Anderen erstreckte. Um so mehr waren wir daraufhin vom Zentrum der kleinen Stadt am Indischen Ozean positiv ueberrascht: die Perlenstadt zeigte sich als suesses, vertraeumtes Oertchen (mit 14 000 Einwohnern) in karibischem Flair mit tuerkisfarbenem Meer, Palmen, vielen Wasserflugzeugen, die ueber einen dahinbrausen, sowie tropischer Hitze, die bei der kleinsten Bewegung den Schweiss dahinrinnen laesst.

Die beginnende Hochsaison (dry season) im Norden Australiens zeigte sich mit ueberteuerten, fast gaenzlich ausgebuchten Campgrounds und einem ueberfuellten Strandabschnitt des legendaeren Cable Beaches, der mit 4WDs befahrbar ist. Der Grund ist wohl der beruehmte Sonnenuntergang ueber dem Meer. Selbst die Reisefuehrer weisen mit Tips auf etliche Plaetze in und um Broome hin, den sunset dort ja nicht zu verpassen, wenn einmal im Leben hiergewesen. Noch bekannter sind wohl die "stairways to the moon" in Broome: bei Vollmond spiegelt sich Luna im Meer, so dass es erscheint, als ob Stufen in den Himmel fuehren wuerden. Ungluecklicherweise haben wir dieses Naturschauspiel in diesem Monat gerade um eine Woche verpasst...

Broome Sunsets


Die Stadtbesichtigung erwies sich als relativ kurzes Unterfangen, da es schlicht und einfach nicht viel zu besichtigen gibt ;o) Dies kam uns bei dem ploetzlichen Temperaturunterschied zwischen Outback und Nordwesten von ungefaehr 15 Grad innerhalb zweier Tage sehr entgegen, so dass wir den kleinen Rundgang durch das Zentrum, welches zugleich Chinatown darstellt und uns super gefallen hat (viel schoener als Cairns), innerhalb weniger Stunden inklusive gesundem, frisch-gepresstem Saft erledigt hatten.

Waehrend dieser Zeit hatten wir unseren kleinen ALVO mal in einer Werkstatt zu einem minor service, da wir seit unserem Aufbrauch von Byron Bay schon wieder 12.000km gefahren sind! Wahnsinn, oder? Zum Glueck hat er gut mitgespielt und es mussten nur Kleinigkeiten ersetzt bzw. nachgefuellt werden. Hoffentlich laesst er uns in den folgenden Wochen auf der Gibb River Road ohne geteerte Strassen durch die Kimberly auch nicht im Stich.

Am Abend ging es dann ins Open-Air Kino. Ein Muss, wenn man in Broome ist. Wir haben uns "State of Play" angesehen, ein echt guter Film. Aber das Kino ist schon der Hammer. Sehr urspruenglich und auch echt suess. Man sucht sich selbst einen Platz aus und bekommt dann Kino unter den Sternen der suedlichen Hemisphaere :-) Hat uns beiden echt sehr gut gefallen...ausserdem tut einem ein bisschen staedtisches Leben echt gut!!!

Am Freitag war ausser dem Tod des Pop Idols Michael Jackson nich viel los. Ach ja: wir hatten Salzwasser Krokodil Alarm am Beach und keiner durfte ins Wasser. Spaeter mussten wir auch noch den Strand raeumen :-) Oh je mene, oh je mene. Haben dummerweise hier noch 2 Tage verlaengert, weil das Meer so traumhaft ist und wir noch keine Lust haben in die heissen Gorges zu gehen. Hoffentlich wird jetzt mal das Meer nicht gesperrt!!!

Broome


Liebe Gruesse aus Western Australia,
Eure
Andi & Peter

Katherine to Broome (Highway)

Hi Guys,

nach dem kleinen Staedtchen Katherine ging es fuer uns weiter Richtung Broome an der Westkueste. Auf dem Hinweg haben wir den Highway genommen, zurueck werden wir dann die ueber Gibb River Road fahren. Auf dem Highway passiert nicht viel tolles, ausser dass sehr viele Kuehe auf der Strasse stehen und den Verkehr blockieren :-) Haben am Weg die Tanami Road (Outback Road nach Alice Springs) und die Bungle Bungles passiert. Diese wollten wir besuchen, allerdings war die unsealed Road so krass, dass wir nach wenigen km wieder umgedreht sind. Naja dann eben nicht :-)
Am Abend vor der Ankunft wurden wir am Campground von einem Bullen besucht, der echt sehr sehr nahe kam und sogar beim Nachbarn den Muell vom Tisch (!!!!) gefressen hat. Die wussten gar nicht, wie sie ihn wieder loswerden: Ist echt toller als Fernsehen :-)

Katherine to Broome


Liebe Gruesse,
Andi & Peter

Freitag, 19. Juni 2009

Nitmiluk (Katherine Gorge) National Park

G'Day Franken,

Im Katherine Gorge National Park angekommen haben wir zuerst die Kanutour fuer den naechtsen Morgen gebucht. Danach ging es auf eine 4km lange Wanderung. Da es schon spaeter nachmittag war und die Wanderung angeblich 2h dauern sollte wuerde diese bis zum Sunset dauern. Haben wir nicht glauben koennen: Wer 12km um den Uluru in 2.5h schafft braucht fuer 4km maximal ne Stunde :-) Tja, leider war die Wanderung teilweise sehr steil und direkt am Berg entlang, dass haben wir mal wieder nicht bedacht...Belohnt wurden wir mit einem famosen Ausblick ueber den Gorge und den Katherine River. Und gedauert hat der Hike (der natuerlich wieder mit Andi's Wander-Flip-Flops gehandelt wurde) wirklich 2h und wir waren erst kurz nach dem Sunset wieder am Campground zurueck. Dort haben schon etliche Kaenguruhs gewartet, die sich das Gras Dinner schmecken haben lassen :-)

Nitmiluk - Hike


Am zweiten Tag stand also Kanufahren durch den Gorge auf dem Programm; also haben wir uns um 8am gen Fluss aufgemacht. Die Maus sass vorne im 2er Kanu und gab Kommando. Ich war quasi der Rudermann :-) So sind wir in ca 90 Minuten durch die Schlucht gepaddelt und hatten herrliche Ruhe. Nur ein paar Voegel haben gezwitschert. Freshwater Krokodile haben wir jedoch keine gesehen, obwohl wir staendig am Ufer gesucht haben. Es gab jedoch einige Brutzonen am Ufer, die wir nicht betreten durften... Am Ziel angekommen haben wir ca. 1 Stunde entspannt, einen Blick in den 2.Gorge (es gibt insgesamt 8) geworfen und gechillt. Witzig waren 3 Asiaten (Familie), die auch die Tour gemacht haben und wirklich 3(!!!) Fotos dabei hatten :-)
Am Rueckweg wurde dann Platz getauscht: Aber das hat null funktioniert. Es gibt hierzu zwei Theorien:
1) Ich bin kein Steuermann und Schuld (Andis Theorie)
2) Andi bekam es nicht hin, mit mir parallel zu paddeln und hat immer gegengesteuert (Peters Theorie)
Auf alle Faelle haben wir nach wenigen Minuten (und Lachkraempfen von Andi, weil ich langsam sauer wurde) wieder Platz getauscht. Danach sahen wir sehr viele Touri-Cruises an uns vorbeiziehen, sind dann aber relativ problemlos, gut und sicher wieder angekommen. Interessant war noch eine Saltwater Crocodile Falle, die wir am Weg gesehen haben (irgendwie unheimlich).
Den Nachmittag haben wir am Pool bei ca. 32 Grad im Schatten verbracht, war echt super und hat uns mal seit langem wieder an "richtigen" Urlaub erinnert :-)

Nitmiluk National Park - Canoeing


Doch morgen frueh heisst es wieder fahren, fahren, fahren. Unser naechstes Ziel heisst Halls Creek, bevor es dann immer weiter gen Broome an der Westkueste geht.



C ya soon (in Western Australia),
Andi & Peter

Mataranka Hot Springs

Hello,

nach einer weiteren Nacht auf einer geliebten Restarea ohne Toilette haben wir auf dem Weg nach Katherine bei den Mataranka Hot Springs Halt gemacht. Auf einmal hoert dort das wuestenartige, trockene auf und rund um einen Fluss hat sich ein Regenwald gebildet (mit Freshwater Crocos - war ja klar). Das Highlight sind die Hot Springs, 34 Grad warme, natuerliche Quellen, die in den Fluss muenden. Und sie waren wirklich richtg warm - wie anders waere es zu erklaeren gewesen, dass die Maus morgens um 9am schon baden geht :-) Natuerlich waren auch sehr viele Spinnen am Fluss, die das Badevergnuegen etwas getruebt haben - aber Spass gemacht hats allemal :-)

Mataranka Hot Springs


Yours,
Andi & Peter

Mittwoch, 17. Juni 2009

Devils Marbles

Hi Guys,

Von Alice Springs ging es gen Norden auf dem Stuart Highway dieselbe Strecke, die wir vor rund einer Woche schon suedwaerst gefahren sind. Auf dem ganzen Weg von "nur" 400km geradeaus (entspricht der Strecke von Nuernberg nach Berlin) mit nicht allzu viel Abwechslung links und rechts des Autos hatten wir wieder mal "Dingo-Alarm": auf einem Rastplatz, an dem ich auf das beruechtigte Plumsi gehen wollte (dann aber nicht gegangen bin wg. aufkommendem Wuergereiz, da einfach zu ekelhaft), tauchte ein Dingo wie aus dem Nichts auf und schlawenzelte in unsere Richtung. Diesmal war es sogar ein richtig huebscher Kerl, aber man weiss ja nie, woran man ist. Also haben wir uns daran gemacht, so schnell wie moeglich in's Auto zu schluepfen und von dort aus den Kleinen zu beobachten. Tierdetektiv im Einsatz...

Nach mal wieder einem ganzen Tag Autofahrt kamen wir am Campground an den Devils Marbels an. Laut Aborigines handelt es sich hierbei um die Eier der Regenbogenschlange. Zu sehen sind auf weiter Flaeche ganz viele runde und ovale Steine in unterschiedlichen Groessen. Die Gesteinsart oder zumindestens die Oberflaeche aehnelte -zumindestens unseren ungeuebten Augen- der des Uluru sehr. So waren diese natuerlich ein ebensolches Erlebnis bei Sonnenauf- wie Sonnenuntergang. Nach dem Abendessen, als es schon dunkel geworden war, erspaehten wir doch tatsaechlich einige Meter entfernt zwischen den vielen Spinnifexgraesern die Umrisse eines wilden Hundes: "Dingo Alarm" again! Zum Glueck zeigten sich Mond, Sterne sowie die Milchstrasse hier und in dieser Nacht so klar und hell, dass man nachts sogar ohne Lampe austreten konnte. So war es auch nicht noetig, erstmal alles ableuchten zu muessen, ob man sich nun in Gesellschaft eines wilden oder giftigen Tieres befand oder nicht :o)

Devils Marbles


Am Mittwoch Morgen bestellten wir einen recht teuren aber dafuer umso kleineren Kaffee im Roadhouse Three Ways. Nach einiger Zeit gesellten sich auch einige Trucker zu uns, um ein herzhaftes Fruehstueck zu sich zu nehmen. Sind schon witzige Typen (mit besonderem Schlag)... Von da an fuhren wir mal wieder "neue Wege" Richtung Katherine. Wir rissen schlappe 700km an einem Tag runter und stellten bei jedem einzelnen Stop die Temperaturveraenderung fest: Am Abend hielten wir kurz vor den hot springs in Matarranka an einer kostenlosen restarea (dafuer allerdings auch ohne Klo - nicht mal ein Plumsi) und mussten nicht mal einen Pulli drueberziehen, waehrend wir im Auto sassen. Auch die zwei Paar Socken konnte ich weglassen :o)

Waehrend der langen Fahrt wurden wir einige Male von toten Kuehen und Kaenguruhs, am Strassenrand liegend, abgelenkt sowie aber auch von lebendigen Kuehen und Pferden, dich sich einfach mal kurz vor unserem Landcruiser gemaechlich ueber den Highway machten. Zudem sahen wir einen riessigen Thermitenhuegel am Strassenrand, der war bestimmt um die 2,50m hoch! Auch waren einige Flaechen des Landes neben des Highways entlang verbrannt und manche loderten sogar noch. Vermutlich wird dies von den Rangern absichtlich gemacht, um neues Wachstum zu ermoeglichen. Die Strecke an sich wurde fast etwas langweilig und natuerlich langwierig (nach wieder mal einem ganzen Tag im Auto), da aus vereinzelten Bueschen und Graesern wieder richtige hohe Baeume wurden und das gelbe, ockerfarbene Gras sich in gruenes zurueckverwandelte. So verabschiedete sich der fuer das Outback typische weite Horizont. Dafuer waren wir aber mit steigender Temperatur froh ueber die schattenspendenden Baeume :o)

So haben wir heute das Outback quasi verlassen, obwohl wir uns hier nicht wirklich ausserhalb des Outbacks vorkommen, da hier zwischen den Orten, die selbst nicht mal so gross wie Lauf sind, immer noch einige Hundert km liegen... Am Abend haben wir einen Australier aus Sydney kennengelernt, der einfach mal die Strecke von Adelaide nach Darwin mit einem Fahrrad aus Deutschland faehrt (deswegen haelt das bike wohl auch noch - "gute deutsche Qualitaet")! Wirklich beeindruckend, diese Leistung. Aber anscheinend ist dies seine Passion, da er schon einige solcher Touren in Australien wie auch Deutschland hinter sich hat.

C ya,
Andi & Peter

Montag, 15. Juni 2009

Alice Springs

Hello Guys,

auf dem Weg nach Alice Springs hatten wir ein seltsames Erlebnis: Ein Aborigine stand mit seinem Wagen am Strassenrand und hat mit einem leeren Kanister gewunken. Wussten erst nicht, wie wir reagieren sollten, sind dann jedoch weitergefahren. Haben spaeter erfahren, dass das gut so war, da die das anscheinend sehr oft machen, auch wenn sie noch Sprit im Tank haben.

Ueber Alice Springs gibt es nicht allzu viel zu berichten. Eine Stadt mitten im Outback, ueberall sitzen den ganzen Tag Aborigines auf den Strassen, in den Paerken, auf Baenken rum und erscheinen urploetzlich aus dem ausgetrockneten Flussbett des Todd Rivers. Arbeitslosigkeit und Alkoholkonsum sind hier in Verbindung mit den Aborigines ein sehr grosses Problem und so werden sogar vermehrt Sozialarbeiter eingesetzt, um entweder den Weg nach vorne (Eingliederung in die "weisse Welt") oder den Weg zurueck (back to the roots) zu unterstuetzen.

Wir haben zuerst kurz die School Of Air, dann den Royal Flying Doctor Service besucht und eine Fuehrung mitgemacht. Letzterer war sehr interessant und durchaus informativ. Danach haben wir noch eine Wanderung durch die Innenstadt gemacht und die wenigen Highlights fotografiert. Was und aufgefallen ist, ist dass es fast ausschliesslich Outback-, Travel- und Aboriginekunst-Laeden gibt. Sehr komisch, alles auf Touris ausgerichtet... haben uns jedenfalls nicht sonderlich wohl gefuehlt.
Traurig, aber wahr: das interessanteste und witzigste Erlebnis hier war der Gang auf die public toilet, eine Art "space Toilette", die einem quasi den Ablauf vorgibt, so dass das eigene Denken ueberfluessig wird. Nach dem Schliessen der Tuere per Knopfdruck ertoent eine Stimme, die Anweisungen gibt wie zB, dass man jetzt zehn Minuten Zeit hat, bevor sich die Tuere wieder oeffnet. Sobald man das Wasser zum Haendewaschen verwenden will, geht die Spuelung von alleine, Seife kommt wie aus Geisterhand aus dem blechernen Kanister getropft und kurze Zeit spaeter geht der Handtrockner los :o)

Alice Springs


Am Abend kommen immer wilde Rock-Wallabies zum Campground, die sich sogar fuettern lassen. War echt putzig und hat uns Spass bereitet :-)

Rock Wallabies in Alice Springs


Jetzt geht es aber wieder gen Norden zu den Devils Marbels, bevor wir dann Katherine ansteuern.

Kisses,
Andi & Peter

Freitag, 12. Juni 2009

Uluru & Kata Tjuta

Good Morning Germans,

nachdem wir mehrere Tage on the road waren und taeglich 600km zurueckgelegt haben, sind wir am Donnerstag nachmittag endlich am Uluru, so heisst der Berg bei den Aborigines (Ayers Rock heisst er bei den "Weissen") angekommen. Schon von Weitem konnte man den riessen Monolithen erblicken. Zum Schutz des Uluru wurde vor einigen Jahren ein zentrales Resort eingerichtet, in das alle Camper und Moechtegern-Camper (die mit den riessen Campervans mit TV, Sitzgruppe, Toilette und Stiefmuetterchen am Fensterbrett) zum Uebernachten muessen. Es ist nicht gerade billig, dafuer aber nur 4km vom Ayers Rock entfernt. Nach dem Check-in ging es dann auch direkt Richtung Uluru. Je naeher man kommt, desto beeindruckender wird er und man bekommt eine ungefaehre Ahnung, aus wievielen Woelbungen, Rundungen etc. er wirklich besteht. Denn von weiterer Entfernung sieht er eher flaechig aus. Ist schon unglaublich.

Nach einem ersten Blick vom Sunset Point und einigen Fotos, sind wir ins Cultural Center - ein Infozentrum, das von Parkrangern und Aborigines zusammen gebaut wurde - und haben uns dort erstmal informiert und ziemlich viel ueber das Leben der Aborigines, deren Braeuche und Lebensweise gelernt. Dort haben wir dann auch beschlossen, den Berg nicht zu besteigen, da er fuer die Aborigines heilig ist. (Zudem waren die Wetterverhaeltnisse schlecht, so dass der Aufstieg sogar verboten war.) Es gibt auch viele Stellen ("sacred sites") rund um den Berg, die man weder besteigen noch fotografieren darf...

Aber den Sunset darf man knipsen :-) Und so sind wir dann auch gleich wieder Richtung Sunset Point geduest. Waren zwar 90 Minuten vorher schon dort und beileibe nicht die ersten. Und es wurden immer mehr und mehr Touris. Ein Highlight fuer uns war, dass wir "Netz" hatten und dann in Skype sogar Anne, Margot und Matthias online waren. Somit konnten wir Live Bilder vom Uluru gen Deutschland senden und noch etwas mit allen quatschen, bevor der Sunset anbrach. War echt schoen... als der Sonnenuntergang dann naeher rueckte wurde fotografiert und fotografiert. Manche Touris hatten Stuehle, Chips und Champus am Start, war schon witzig. Bei uns gab's leider nur die "backpacker-billig-Variante": ne Coke und die Billig-Plaetzchen vom Woolies :-)

Uluru sunset


Am Samstag Morgen wollten wir uns dann auch gleich den Sunrise angucken, jedoch war es so bewoelkt (und so warm im Bett nach einer eiskalten Nacht), dass wir kurzerhand beschlossen haben, dies zu verschieben und nach Langem mal wieder auszuschlafen... Gegen 10am sind wir dann doch am Ayers Rock angekommen und haben einige, kurze (2km) Walks gemacht, die einen jeweils ganz nah an den Uluru brachten. Es gibt auch einen 12km langen Walk rund um den Felsen, den wollen wir dann morgen angehen...

Nach dem Fruehsteuck mit Ayers Blick sind wir zur zweiten Attraktion, den Kata Tjuta (Olgas) gefahren. Nach 50km Outback haben wir an zwei Spots gehalten, um einen Blick aus der Ferne zu erhaschen. Auch sehr beeindruckend, allerdings hat uns der Uluru besser gefallen (vor allem dem Peter). Da auch die Olgas heilig sind, gibt es dort nur 2 Walks, einer davon jedoch ueber 8km lang und sehr steil. Deshalb haben wir nur den etwa 3km langen Walk in eine Schlucht der Olgas gemacht. Dieser war jedoch auch nicht ohne, da es ueber Stock und vor allem Stein ging. Andi wurde dann auch, wegen ihrer Flip-Flops, von Aussies angesprochen :-) Aber die wussten wohl nicht, dass das "Wander-Flippos" sind :-) (ihre "richtigen" Schuhe hat sie in Byron Bay vergessen - so war die Wahl nicht schwer: Flip Flops oder Gummistiefel).

Circa 90 Minuten vor Sunset sind wir zum Olgas-Sunset Point gefahren, wo wir die Zeit bis zum eigentlichen Hoehepunkt mit Lesen verbracht haben (uebrigens lesen wir im Moment echt viel, hauptsaechlich englische Buecher). Leider habe ich eine Kanadierin angesprochen und gefragt, wann der Sunset ist. Die hat uns dann gute 20 Minuten vollgequatscht und uns von ihrer tollen Innerlandsroute mit den Bird-watching places und und und erzaehlt und wusste alles besser. Mann, ging uns die auf den Zeiger. Naja jetzt wissen wir wenigstens, das unsere Route bisher wohl Mist war :-)
Zum Sunset kamen dann einige Busse, die ihren Gaesten Sekt und Nuesse zum Sonnenuntergang serviert haben. Gott sei dank hatten wir keinen Hunger und auch nix dabei (aaahhh!!!).

Kata Tjuta (The Olgas)


Zum Dinner haben wir dann erstmals was aus der Dose probiert (gab's beim Woolies im Angebot). Ravioli vom Heinz, richtiges backpacker- oder Studentenfressen also. Pfui Teufel!!! Und ihr alle habt wohl zur gleichen Zeit auf der Ottensooser Kirchweih Bratwuerste mit Kartoffelsalat (ich traeum schon seit Tagen davon) gegessen. Schaemt euch und wagt es jaaaa nicht, uns davon zu erzaehlen!!!

Am letzten Tag haben wir dann entschieden, den Uluru nochmal aus der Naehe zu betrachten und den 12km langen Rundweg um den Monoliten anzugehen. Gegen 11am sind wir aufgebrochen und haben fuer den Weg ca. 2.5h benoetigt. Highlight war das Auftauchen einer Aborginals-Gruppe mit 5 Kindern und mindestens genauso vielen Hunden (obwohl die eigentlich im National Park verboten sind), die ganz schoen Rabbatz gemacht haben :-)
Danach gab es in einem Cafe Latte und Kuchen (Angebot, Stueck $2.50). Leider war es Andi nach dem Kuchen gleich mal schlecht. Die waren echt sehr suess und fett...

Zum Dinner sind wir dann zurueck zum Caravan Park und haben einen -ausser der Kaelte- ruhigen Abend mit leckeren Spaghettis erwartet. Doch nicht fuer uns: Es ging los, dass die Toiletten geschlossen waren. Swine Flu. Anscheinend ist sie in einem Bus ausgebrochen und deshalb durften nur noch die Insassen die Toilette aufsuchen. Alle anderen mussten auf andere ausweichen. Schock!
Dann der naechste: Beim Dinner liefen auf einmal wilde Dingos an uns vorbei. Wir sind sofort ins Auto (wissen noch von Fraser Island, dass die ganz schoen aggressiv sein koennen) und haben sie von dort aus beobachtet. Dies hat der kleine Tier-Detektiv Andi K. uebernommen. Gut 1h hatte sie die Tiere im Blick und berichtete mir alle paar Minuten ueber das Verhalten der Tiere. War soooo suess :-) Die Nacht wollten wir dann eher nicht auf die Toilette und alle am Campground sind zu den Toiletten gerannt, hatten Lampen dabei, sind wieder umgedreht. Dingo Alarm :-)

Uluru walks


Am Morgen ging dann unser Weg, etwas unaufgeregter weiter nach Alice Springs.

Gruesse aus dem Roten Zentrum,
Andi & Peter

Mittwoch, 10. Juni 2009

From Mount Isa to Ayers Rock

How're ya?

Dienstag Morgen wurde erstmal alles wichtige erledigt: Beim Woolies Wasser gekauft, ein Sticky Tape besorgt und natuerlich die Strafe am Courthouse bezahlt. Vor dem Gericht sassen ca. 20 Aborigines, wie eigentlich ueberall in der Stadt. Fanden wir als Europaer schon ziemlich krass.
Hat uns ein wenig an Roethenbach City erinnert :-) Nur das die alle irgendwie weder nen Auftrag noch nen Job haben hier...
Danach haben wir uns noch nen Latte to Go im McDonalds geholt (wo sonst), den wir uns dann auch gleich beim Fahren beide druebergekippt haben. War uns aber eh klar. Wir haben dazu nen kostenlosen Mini Muffin bekommen, den gibt es hier bei jedem 3.Kaffee. Jeder 6.Kaffee ist dann for free :-)
Jetzt war erstmal fahren angesagt: 600km gen Westen, dabei haben wir mal wieder nur tote Kaenguruhs gesehen (in allen Verwesungsstadien), dafuer Kamele und riesen Greifvoegel, die sich an den Kadavern ergoetzt haben. Am Abend haben wir mal wieder unsere Franzosen an der Restarea getroffen und beim gemeinsamen Dinner etwas mit ihnen geschwatzt.
In der Nacht war es mal wieder schweinekalt. Da wir diesmal jedoch geruestet waren (lange Hose, etc), haben wir etwas besser geschlafen.

Am Mittwoch Morgen sind wir dann ueber Three Ways und Tennant Creek gen Sueden und Alice Springs geduest. Diesmal sind die toten Kaenguruhs deutlich weniger geworden, der Verkehr dafuer mehr. In Alice haben wir dann mal wieder aufgetankt (130l) bevor es nochmal 120km gen Ayers Rock ging. Alice wird am Rueckweg angeguckt. An einer Restarea neben einem ausgetrockneten Fluss wurde Kaenguruh mit Reis gekocht (mal ne Abwechslung zu Pasta)...Morgen frueh gehts dann weitere 350km zum Ayers Rock, wo wir in einem Resort-Campground fuer $32/Nacht naechtigen muessen, da es sonst keine Alternative gibt. Aber sind beide schon gespannt auf den beruehmtesten Felsen Australiens und all die dort ansaessigen Fliegen :-)
Der Vorteil am Luxus-Campground ist, dass wir uns mal wieder duschen koennen (und nein Mama, ich lass mir keinen Bart wachsen, ich kann mich hier nicht nur staendig rasieren).

Ansonsten sind wir Anhaenger der folgenden Theorie:

Man soll die Keime auf den Koerpern gedeihen lassen, denn dann werden sie irgendwann gegeneinander Krieg fuehren und sich selbst ausloeschen !!!

day 4&5 Mount Isa to Ayers Rock


So long,
Andi & Peter

P.S: I wish you all a nice Kirwa (aaaaahhhhhhhhhhhhh!!! will auch in Ottensoos sein)

Montag, 8. Juni 2009

From nowhere to Mount Isa

Hi,

am Sonntag sind wir gute 400km nur geradeaus gefahren. Tollerweise wurde ich in Pentland mit einer Radarpistole geblitzt. War kurz nach dem Ortseingang, wo ich ein 80km/h Schild gesehen hatte. Naja, war ein 60km/h Schild und ich bin 74km/h gefahren. Hat der Polizist dann auf 71km/h runtergeschraubt, hat uns $70 gespart. Jetzt duerfen wir am Dienstag morgen zum Courthouse in Mount Isa und "nur" $133 an den Staat Queensland zahlen. FUCK FUCK FUCK!!!

Am Abend haben wir dann an einer Restarea zwischen Richmond und Julius Creek genaechtigt. Ausser uns noch ca 5 weitere Camper. Interessant war ein italienisches Paerchen, das gegessen hat und dann um 6pm (also genau zu der Zeit, wo man nicht mehr fahren sollte) wieder in das 92km entfernte Julia Creek aufbrach. Sachen gibt's...
Um 8pm kamen dann noch zwei Roadtrains, die von nahezu allen fotografiert wurden (nicht von uns) und dann um 1am schon wieder aufbrachen. Haben uns natuerlich geweckt. Danach folgte ein weiterer, der aber nur sein cattle ueberpruefte, welches einen irre Laerm gemacht hat. Ueberhaupt haben wir beide sehr schlecht geschlafen, es war irre kalt und dauernd Verkehr :-(

Montag morgen ging es dann auf nach Mount Isa. Auf dem, eher uninteressanten Weg dorthin haben wir das franzoesische Paerchen (haben auch auf unserer Restarea genaechtigt) sage und schreibe 5-mal ueberholt. Die sind mit 80km/h anscheinend ohne jegliche Pause gefahren und wir mussten doch ein paar mal stoppen (WC, Fruehstueck, Fotos, etc). War echt lustig :-)
Die Landschaft hat sich Richtung Mount Isa nun auch geaendert. Aus den weiten, gelben Feldern wurden nun Baeume, Berge und Termitenhuegel... Sogar Kamele und eine riessige, aber leider tote Kuh am Strassenrand haben wir gesehen.
Allerdings hat uns beiden dann doch die krasse Hitze in der Sonne und die kalte Luft im Schatten zu schaffen gemacht und der Kopf wurde immer dicker. In Mount Isa sind wir dann erstmal zu "unserem zweiten Zuhause", dem McCafe, (dort waren die Franzosen natuerlich auch) und haben Plaene fuer die naechsten Tage geschmiedet. Sind uns immer noch nicht sicher, ob wir die Tanami Road nehmen sollen. Haben mittlerweile sogar das Angebot, einem Australier, der sie auch faehrt, zu folgen... aber sie soll schon ziemlich kaputt sein und nicht gerade foerderlich fuer die Qualitaet des Autos. Die Alternative waere ein 800km laengerer Umweg ueber den Highway... Zudem haben wir ein paar Traveller getroffen, die den Savannah Highway gefahren sind, einen Brakedown hatten und sich jetzt auch sehr gruendlich ueberlegen, ob sie die Tanami Road fahren sollten oder lieber nicht. Mal sehen, wie wir uns entscheiden und ob sich unsere Plaene nicht wieder einmal auf's Neue aendern :-)

Heute Abend wollten wir unser Sechsjaehriges (war gestern) nachholen und in Mount Isa essen gehen. Da freuten wir uns schon drauf. Jedoch fanden wir nur einen "Club" vor, dem wir gleich mal beigetreten sind; bei der Sicht der Preise jedoch sofort kehrtmachten. Der Chinese vor Ort schien auch nicht einladender als die ueblichen FastFood-Verdaechtigen, dafuer aber doppelt so teuer. Ansonsten waren sehr viele Geschaefte und Restaurants des Geburtstags der Queen wegen geschlossen und diese Minenstadt kam uns eher gespenstisch und verlassen vor (passend in die geographische Umgebung). So fiel das romantische Dinner mal wieder aus und nach der Suche fanden wir uns im guten, alten Mc wieder (uebrigens in ganz Australien Anlaufspunkt fuer alle Traveller).

day 2&3 Charters Towers to Mount Isa


Morgen geht's dann Wasser auffuellen zum Woolies, Strafzettel am Court bezahlen und beide Tanks nachfuellen. Danach wollen wir weiter Richtung Three Ways fahren, da uns diese Minenstadt nicht besonders vom Hocker haut...

Liebe Gruesse,
Andi & Peter

Samstag, 6. Juni 2009

Und ab gehts ins Ouback...

Hallo ihr Lieben,

nach unserem Nachtlager in der Naehe von Innisfail (da wurden wir von einer Horde echter Biker geweckt), sind wir nach Townsville gefahren, da das Wetter so bombastisch war (35Grad und keine Wolke am Himmel), um eine gute Stunde in und an den beruehmten Rockpools zu verbringen. Wunderbar! Das letzte Mal Pazifikluft schnuppern, bevor es fuer einige Wochen in den roten Kern Australiens geht.

Von Townsville aus ging es am spaeten Nachmittag Richtung Westen: die Luft wurde schon trockener und staubiger; Palmen sahen wir relativ schnell keine mehr, der Horizont wurde immer weiter, der Strassenzustand wurde immer einfacher und die uns entgegenkommenden Road Trains haeuften sich: die ersten Anzeichen des sich unweigerlich naehernden Outbacks.

Bevor die Dunkelheit einsetzte, liessen wir uns an einer kostenlosen Restarea einige km vor Charters Towers nieder. Dort waren schon einige andere Reisende, so dass wir uns relativ sicher fuehlten. Hatten schon hier, 180km von der Kueste entfernt, kaum noch Handy Netz, waren allerdings auch nicht in der Naehe einer Stadt. Andererseits kommen jetzt wohl auch nicht mehr so viele Doerfer, geschweige denn Staedte...

Haben den Abend nach dem Dinner (Spaghetti mit Ketchup) mit einem aelteren, australischen Ehepaar verbracht, das uns zu seiner Feuerstelle eingeladen hat. War recht nett, auch wenn sie ein paar Grusel-Outback-Geschichten auf Lager hatten, die uns nicht so hoffnungsvoll gestimmt haben: dass Aborigines die Leute mitten im Outback anhalten und Geld verlangen, ansonsten das Auto demolieren; dass ein Ehepaar im Outback angehalten wurde, der Mann erschossen und sie verschleppt wurde ("eine der vielen Mysterien"); dass vor einigen Jahren die wet season so schlimm war, dass sehr viele Kaenguruhs auf die Strassen kamen zum Trinken und dementsprechend auch von den Road Trains zusammengefahren wurden, welche auf dem naechsten Rastplatz von einer Horde Kraehen ueberfallen wurden, die somit ein wunderbares BBQ auf der Kuehlerhaube vorfanden... und, und, und...
Allerdings haben sie uns auch jede Menge nuetzliche Tipps gegeben (zB soll man dort essen, wo all die Truckies stehen, man soll die Tanami Road moeglichst mit einem anderen Auto zusammmen fahren, etc.).

Wo genau wir uns heute befinden, wissen wir nicht :o) Jedoch sehen wir links von uns eine Eisenbahnbruecke, auf der einer der beruehmten Zuege durch Australien faehrt. Vor uns, einige Meter tiefer, liegt ein Fluss, in dem wohl einige Krokodile hausen. Vor ein paar Monaten, in der wet season, sollen die Ueberschwemmungen hier so stark gewesen sein, dass das Wasser bis zur Eisenbahnbruecke reichte und diese gesperrt werden musste.

Outback Day 1: Townsville to Charters Towers


Cheers und bis zum naechsten Handy-Netz (oder McDonalds),
Peter und Andi

Freitag, 5. Juni 2009

Ready fuer's Outback

Bevor wir am Samstag ins Outback starten, mussten einige Vorbereitungen getroffen werden:

Das Auto haben wir zu einem Safety Check gebracht; Gott sei Dank bestanden. Zudem muessen pro Person und Tag 5l Wasser mit genommen werden (zusaetzlich zu unserem 50l Wassertank), dazu alle Essensvorraete auffuellen (beschraenken uns auf Spaghetti mit verschiedenen Sossen) und natuerlich nochmal volltanken (180l), da das Benzin da draussen wohl teurer wird.

Unsere Route mussten wir auch aendern, da die urspruengliche Strasse von Cairns nach Highenden geflutet war und uns von vielen abgeraten wurde, diese zu nehmen (Steinschlag, Loecher im Boden, und und und). Naja, jetzt muessen wir 100km Umweg in Kauf nehmen und ueber Townsville nach Mount Isa shippern.
Desweiteren mussten wir dem NRMA schreiben, ob wir auch auf den anderen Strassen Versicherungsschutz haben und uns nach einem Personal Position Indicator ekunden, der im Notfall ueber Satelitt Hilfe rufen kann... Letztendlich haben wir uns gegen die Ausgabe von $500 entschieden, da wir nicht die krassen Strassen fahren und nicht -wie viele anderen- Urlaub im Outback machen wollen, sondern einfach, auf den Strassen bleibend, durchfahren wollen. Zudem wurde uns erzaehlt, dass im Notfall keine Doktoren etc. kommen, sondern erstmal ein Farmer nachschaut, ob der Ruf auch konkret war :-) This is Australia!

Und wir waren im McDonalds und haben 4 weitere Eintraege geschrieben und veroeffentlicht :-)

Kuranda

G'Day,

Einen kleinen Tagesausflug wert ist das noerdlich gelegene Kuranda. Die kleine Stadt ist sehr fuer den Tourismus ausgelegt und man kann endlos Souvenirs einkaufen. Das Butterfly sowie das Bird Museum links liegen gelassen, steuerten wir zielstrebig auf die beruehmten Markets zu. Die waren ganz suess, inmitten des Regenwaldes, umgeben von Palmen und hatten sogar einen "gruenen, esoterischen" Hauch a la Byron Bay :o) Peter allerdings sagten sie nicht sonderlich zu und sein einziger Kommentar war, dass man doch schon einen besonderen Schlag haben muesste, wenn man hier wohnt.

Passend zu unserer reisemueden Woche haben wir in einem deutschen Gasthaus fette Wuerstchen mit Sauerkraut im Brot gegessen. Es waren nicht die besten, allerdings haben wir auch schon schlechtere gegessen, wenn wir an Hahndorf bei Adelaide zurueck denken. Aber letztendlich kam es auch mehr auf das Feeling an: deutsche Musik, es wurde deutsch gesprochen und wir mussten erst nach dem Essen zahlen!!
Allgemein wurde in Kuranda viel deutsch gesprochen, was uns erstaunt hat.

Kuranda - Barron Falls


Nach dem Mittagessen war ein kleiner Spaziergang durch den rainforest (again...) zu den Barron Falls angebracht. Diese waren betraechtlich gross und somit auch fuer uns beeindruckend, da wohl die gewaltigsten, die wir in Australien bisher gesehen haben. Auch den Abstecher zu einem der noerdlichen Straende Cairns, Holloways Beach, liessen wir uns nicht nehmen. Dort wurden wir von einer jungen Mutter auf unseren ALVO angesprochen: "I like your house - it's awesome!" ;o)

Yours,
Andi & Peter

Cairns

Hi Guys,

So war unser Start in Cairns nicht der Beste. Zudem kam das drueckende, schwuele Wetter mit ein paar kurzen Schauern alle paar Stunden, die die Luft aber leider nicht abgekuehlt haben - im Gegenteil. So ging es am ersten Tag in's DFO Shopping Centre, um in den klimatisierten Raeumen der stickigen Luft sowie dem Kopfweh zu entkommen. Nach dem Anblick und Kauf einiger richtig guenstiger Markenkleidung hellte sich die Stimmung und wir goennten uns ein yummi Laksa sowie ein Subway Sandwich.

Zufrieden mit der Ausbeute ging es am Abend zum Caravanpark (es gibt keine Campingplaetze in der Stadt) und somit zurueck in die "Realitaet": Da Cairns fuer viele der Anlaufpunkt ist, um in Australien anzukommen oder abzufliegen, war der Park voll von Backpackern, die wohl eher dem Alkohol und dem Party-Machen froenten als dem Traveln. Bisher waren wir Caravanparks bzw. Campgrounds mit dem Durchschnittsalter von ungefaehr 60 gewoehnt. Es macht den Anschein, dass viele aeltere Australier ihr Zuhause in ihrem Camper finden und entweder von Zeit zu Zeit reisen oder ganz ansaessig werden. Waehrend man diese schon gegen 7pm im Nachtgewand an den Toiletten antrifft, ging es hier in Cairns an der grossen Campkitchen erst richtig los. Nachdem man sich zum Kochen anstellen musste, bekam man keinen Platz mehr zum Essen, da einige (ueberraschenderweise hauptsaechlich Deutsche) die Baenke zum Gluecksspiel und Saufen reserviert hatten. Zum Glueck konnten wir fuer die zweite Nacht die Campsite wechseln, um mit etwas Distanz zur "Partyzone" Schlaf zu finden. Da sind ja manch Backpackerhostels ruhiger...

Etwas geraedert durch die andauernde Schwuele und nicht wirklich motiviert suchten wir am naechsten Morgen im Zentrum Cairns ein Cafe auf, um erstmal anzukommen und zu eroieren, wohin und was anzuschauen. "Zum Glueck" ist Cairns relativ klein und hat auch nicht allzu viel zu bieten, so dass wir durch Hafen, Esplanade und die wichtigsten Strassen im Zentrum recht schnell durch waren. Sogleich bekamen wir auch schon den Anruf der Toyota Werkstatt, in der wir unseren ALVO vor dem Outback nochmal zum Sicherheitscheck abgegeben hatten.

Cairns


Am letzten Tag unseres Cairns Aufenthaltes hat sich ein von Peter lange gehegter Traum erfuellt: Es ging Schnorcheln an's Great Barrier Reef.
Das Wetter war super, die Wellen nicht allzu gross. Trotzdem haben wir rechtzeitig vorher Pillen gegen "Seasickness" eingeschmissen: Haben wunderbar geholfen.
Der Trip auf der Tusa5 fing
dann gleich mal top an: Der nervigste Photographer, den man sich vorstellen kann, musste jeden fotografieren. Seine tollen Bilder (Hintergrund, bzw. Horizont schief: Hat die Maus bemerkt) konnte man dann fuer $15 je Bild erwerben. Wir dachten: kein Problem, wirbt das Boot doch mit nem Digicam Verleih fuer $35. Leider kostete die Cam dann $65, warum auch immer, und es waren ganze zwei(!!!!) Digicams an Board, die auch schon verliehen waren. Fuck. Es gibt also keine Unterwasseraufnahmen von den tropischen Great Barrier Reef - Fischen.

Den erste Schnorchelgang haben wir zu zweit gemacht, haben schon einige tolle und bunte Fische gesehen, haben uns das Ganze aber noch bunter und farbenpraechtiger vorgestellt. Als Andi dann an Board gegangen ist, bin ich nochmal kurz alleine raus und konnte einen kleinen Reef Hai unter mir sehen.

Nach dem Mittagsbuffet (war OK: viele Salate, Broetchen und Wurst) hat die Maus entschieden, ein Sonnenbad zu nehmen, waehrend ich am zweiten Reef nochmal fuer ne Stunde schnorcheln ging. Diesmal hab ich etwas mehr gesehen (sogar Nemo und seine Freunde). Das Highlight war jedoch ein weiterer White Tip Reef Shark, diesmal ca 1.5m lang, knapp unter mir. Der ist mal ganz elegant unter mir durchgeschwommen. Wow :-)

Snorkeling at the Great Barrier Reef


Last Greets from the Reef,
Andi & Peter

Reisemuedigkeit

Nun ist es soweit: wir sind reisemuede! Wir haetten nicht gedacht, dass es so etwas wirklich gibt, wie es sich anfuehlt, dass es uns selbst erwischt und dass man nicht viel dagegen machen kann! Ein kleines Beispiel: man kommt in eine fremde Stadt (in unserem Fall Cairns im tropischen Queensland), hat einige Tage vor, dort zu bleiben, aber verspuert nicht die geringste Lust, diese Stadt sowie ihre Umgebung zu erkunden und zu besichtigen. Man fuehlt sich aufgehoben und zufrieden, wenn man einfach nur in Cafes sitzen und das rege Treiben beobachten darf. Mehr will man gar nicht.

Angefangen hat es eigentlich schon an einem Samstagmorgen im Daintree National Park: Der Wecker hat geklingelt, man hat aus dem Fenster gesehen, die dichten regnerischen Wolken durch die mueden Augen (trotz zehnstuendigem Schlaf - was sonst soll man machen, wenn es schon um 6pm dunkel wird?) erspaehen koennen und sich fuer den heutigen Tag nur eines gewuenscht: ein kuscheliges, warmes Sofa und einfach mal nichts zu tun ausser ein paar Nichtigkeiten, die einfach erledigt werden muessen.

Aber nein - so einfach wollen wir es ja auch gar nicht! Wir sind ja schliesslich nicht im Urlaub! Auf dem Programm standen einige destinations, attractions und Sonstiges, was man alles auf jeden Fall unbedingt gesehen haben muss (laut Reisefuehrer, unserem staendigen Begleiter und treuem Freund).
Eine kleine Bestaetigung fuer den Lauf unserer Gedanken und Gefuehle - so dass wir uns nicht all zu schlecht fuehlten - war das Gespraech mit "unseren Byron Bay - Schweizern". Diese hatten und haben naemlich dieselben Empfindungen und wir konnten uns gegenseitig bestens verstehen. Ein Aussenstehender haette wohl verstaendnislos mit dem Kopf geschuettelt als wir uns unterhalten hatten.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Daintree National Park - Cape Tribulation

Hi zusammen,

Nachdem wir den Daintree River mit der Faehre ueberquert hatten, war es Zeit, den noerdlichen Teil des Daintree National Parks bis zu Cape Tribulation zu erkunden.

Nach einem serpentinenreichen Auf und Ab direkt an der Coast entlang hatten wir vom Rex-Lookout einen beeindruckenden Ausblick auf die Muendung des Daintree Rivers in das Meer. Daraufhin folgten einige Abstecher an wunderbare, einsame Straende, die einen aber nach acht Monaten "Leben an der Kueste" leider nicht mehr so begeistern wie noch zu Beginn unserer Reise.

Eine kleine Abwechslung zur Natur zeigte sich in einer Ice Cream Factory, die leckeres Eis aus tropischen Fruechten herstellt. So kamen wir zum Genuss von Soursop, Black Sapote (soll angeblich nach Schokolade schmecken - pah, von wegen!), Passionfruit und Wattle Seed. Bis auf das "Moechte-Gern-Schokoladen-Eis" sehr lecker!!!

Auch die Besichtigung einiger Tee-Felder, ein rainforest walk (again...) und der Ort Cape Tribulation standen auf dem Programm. Dass sich der sogenannte Ort, von dem wir uns ein suesses, kleines tropisches Doerfchen vorgestellt hatten, sich als zwei Haeuser mit voellig ueberteuerten Touri-Shops sowie ein hostel entpuppte, war mehr als enttaeuschend. Da wir etwas Bares brauchten und die zwei ATMs leider ausgefallen waren, mussten wir uns ein Snickers und ein Mars fuer insgesamt $7 leisten, um an cashout zu gelangen. Der Wahnsinn! Zwischendrin ist dann auch noch der Strom ausgefallen, was dort allerdings nicht unueblich erscheint.

Jedoch sind uns schon sehr viele Aborigines aufgefallen, die sich wohl in Richtung Cape York noch haeufen.
Am Abend-Strand-Spaziergang haben wir doch tatsaechlich wieder "unsere Schweizer" von Byron Bay getroffen, denen wir schon in Eungella ueber den Weg gelaufen sind, und ein bisschen getratscht.

Bei der Reservierung des einzigen "staatlichen" Campgrounds (und deswegen relativ guenstig) im National Park wurde uns aufgezeigt, dass es moeglich sein kann, dass sich dort (im Regenwald, in der Naehe des Meeres, anscheinend auch in der Naehe eines Flusslaufes) wilde Krokodile befinden koennen. Als wir da nachts dann rausmussten, ist uns schon anders geworden... Ein Ranger meinte, dass er erst kuerzlich in der Naehe eine riessige Python gesehen habe. Das macht das Ganze nicht wirklich besser!
Durch das laute Prasseln aufgewacht, meinten wir, es muesse stark regnen. Doch einmal aus dem Auto gewesen, sind wir kaum nass geworden, so dicht ist der Regenwald! Angeblich kommt vom Regen auch kaum etwas am Boden an. Irre!

Daintree National Park - Cape Tribulation


Am Rueckweg haben wir noch an einem Strassenstand ein paar tropische Fruecht eingekauft, die echt guenstig waren. Diese werden wir uns in den naechsten Tagen schmecken lassen. Die alte Verkaeuferin hat uns die Fruechte sogar nach Reifegrad eingepackt. Somit wissen wir jetzt, wann welche Frucht "faellig" ist. Ausserdem hatten sie dort noch ein 2 Wochen altes Wallabie Waisenkind, total suess. Nur fotografieren durfte man es leider nicht...

Daintree National Park - Flowers & Fruits


Und ab gings nach Cairns,
Andi & Peter