Good Morning guys,
am Sonntag war es so weit: wir sind endlich dazugekommen, die lang ersehnte Wanderung an der Küste zu unternehmen. Im Reiseführer stand zwar von Bondi nach Coogee, aber da am Sonntag das Festival of the Winds in Bondi stattgefunden hat, bot es sich direkt an, die Tour am Bondi Beach ausklingen zu lassen.
Es ging schon bald los: wir haben um 7:30 das Haus verlassen, um die Fähre um 8:00 zum Circular Quay zu erwischen. Kaum waren wir aus dem Haus, strömten auch schon die Jogger, Surfer, Kaffee-Trinker etc. an uns vorbei – und das am Sonntag Morgen um halb acht! (siehe Bilder)
Vom Circular Quay aus ging es mit dem Bus fast eine Stunde lang gen Süden nach Coogee. Coogee war sehr süß mit vielen auf- und abführenden Straßen. Allgemein haben wir die Entfernung zur Innenstadt Sydneys gemerkt: es war alles ruhiger, entspannter, gleich viel erholsamer – und trotzdem noch Stadt! Vor der Küste liegt die Wedding Cake Island, die die Wellen ein wenig abbremst. So haben wir hier auch kaum Surfer gesehen.
Der Küstenspaziergang führte uns an den Klippen entlang gen Norden, am Dolphin Point (der nicht wegen der Delfine so genannt wird) und dem Dunningham Reserve vorbei zur nächsten Bucht, Gordon’s Bay. Hier befindet sich laut Reiseführer einer der besten Tauchspots in Sydney. Wir haben zwar keine Taucher entdeckt, dafür aber eine Menge an umgedrehten Fischer-Booten, die fast die ganze Bay säumen. Die Gegend hier ist wunderschön, das Meer war türkisblau, die Sonne hat geschienen und wir kamen uns vor wie im Urlaub :o)
Der Swell, wie man in der Fachsprache sagt :o), war an dem Tag gigantisch und so waren die Wellen umso stärker und größer. Das hat Peter natürlich fasziniert und wir sind immer wieder stehen geblieben, um die Surfer zu bewundern, die den starken Kräften zu trotzen versuchten. Zudem klatsche das Wasser immerzu auf die Klippen und es war super zuzuschauen, wie die Gischt immer wieder in die Höhe gespritzt wurde.
Der ausbetonierte Meereskanal am Clovelly Beach lädt ohne die Auswirkungen der starken Strömungen zum Schwimmen und Schnorcheln ein und so haben wir auch viele Familien mit ihren Kids gesehen, die hier ihren Sonntag verbracht haben. Weiter ging es am Burrows Park und dem Shark Point (hoffentlich ohne Haie) vorbei. Der Waverley Cemetery hat am Rande der Klippen mit Blick über den Ozean keine schlechte Lage. Hier sind wohl auch einige berühmte Australier begraben. Im Reiseführer steht extra, dass man hier immer Wale zu Gesicht bekommt – wir hatten leider kein Glück.
Der Weg führte uns zum Bronte Beach, an dem Peter schon mit Siemens das BBQ erlebt hatte. Auch heute war der Park mit seinen vielen BBQ Stations brechend voll! Mit dem Auto möchten wir hier nicht herkommen: Fast keine Parkmöglichkeiten und für die vorhandenen wird man $15 Parkgebühr los! Wir hatten überlegt, uns dort in ein Cafe zu setzen, aber alle Cafes waren so voll, dass es schon nicht mehr schön war und so hieß es: weiter geht’s zum Tamarama Beach! Dieser ist nur 80m breit, erstreckt sich aber umso mehr in’s Landesinnere. Laut Reiseführer ist der Tamarama Beach einer der gefährlichsten überwachten Strände in New South Wales, da die Strömungen hier besonders stark sind.
Ab hier ging es an der Mackenzies Bay entlang, es war schon gegen Mittag und der Pfad an der Küste wurde immer menschenreicher… Zum Glück sind wir schon so bald am Morgen gestartet! Am Mackenzies Point dann endlich: Delfine!!! :o) Und zwar eine ganze Menge, bestimmt um die 20. Ich habe mich so gefreut, dass Peter mir das Schauen überlassen hat und er fotografiert bzw. gefilmt hat. Die sind richtig gesprungen und sind die Wellen entlang „gesurft“!
Von da an konnte man auch schon Bondi Beach und die vielen Drachen sehen. Das letzte Stück an den Klippen entlang nach Bondi haben wir auch noch hinter uns gebracht und konnten dann das Festival of the Winds bestaunen. Hier konnten die Familien ihre Drachen mitbringen und steigen lassen (normalerweise am Strand nicht erlaubt) und natürlich waren auch Professionelle mit am Start.
Ein seeeehr schöner Tag geht zu Ende :o)
Bussis aus Manly,
Peter & Andi