Die Gibb River Road (GRR) ist die kuerzeste Verbindung zwischen Derby und Kununurra. Sie ist eine unsealed road, also ungeteerte Strasse (urspruenglich eine Viehtreiberstrecke), die auf 647km quer durch die Kimberley fuehrt und einem dabei die ganze Vielfalt dieses unberuehrten Fleckchens Natur naeher bringt. Die Kimberley Region ist eine der letzten Abenteuer, die es den Australiern sogar wert ist, extra eine Initiative ins Leben zu rufen, die gegen ein Gaswerk protestiert, das an der Westcoast der Kimberley gebaut werden soll:
Save The Kimberley .
Wir haben uns sehr viel ueber die Gibb River Road informiert, im Internet recherchiert, mit Travellern gesprochen: Jeder sagt dabei was anderes: mal ist die Strasse "easy going", mal eine sehr unspruchsvolle unsealed road; mal soll man den Reifendruck lassen, mal auf 32PSI reduzieren. Letztendlich haben wir uns entschieden, das Abenteuer anzugehen und die Strasse mit all den Abzweigungen und Hindernissen zu fahren.
Los ging es in Derby, wo man noch gute 60km geteerte Strasse passiert, bevor dann die Gravel Road beginnt. Dort haben wir auch gleich einen Abschleppwagen mit nem 4WD drauf kommen sehen: Prost Mahlzeit! Auf den naechsten 80km zum Windjana Gorge, die noch eher leicht zu fahren waren, konnte man schon einiges der Kimberley Region entdecken. Wahnsinnige Weiten, unberuehrte Natur und jede Menge Australier mit 4WD, kaum mehr Traveller :-) Am Windjana Gorge sind wir gegen Mittag bei lockeren 35° im Schatten angekommen und waren total K.O. Die Hitze hier nimmt uns beide doch sehr mit und wir konnten gar nicht genug Wasser trinken (Gott sei dank haben wir gut 80l dabei). Nach dem Breakfast um 2pm sind wir dann in die Gorge gelaufen. Diese erhebt sich aus dem Nichts bis auf ca 100m Hoehe. Gleich zu Beginn kommt man in den Genuss, Freshwater Krokodile (und davon jede Menge in allen Groessen) im Lennard River (der durch die Gorge fliesst) und auf den Sandbaenken beobachten zu koennen.
Diese sind ja anscheinend ungefaehrlich und so bin ich gleich mal mit ein paar anderen Touris - es ist anscheinend ein Bus angekommen, sovielewaren das- ins Wasser ca. 100m entfernt von den Crocos zum Baden gegangen. War dann doch eher ein mulmiges Gefuehl, aber was tut man nicht alles fuer eine Erfrischung. Andi hat in der Zwischenzeit weiter den beeindruckenden Gorge fotografiert. Am Rueckweg konnten wir den Sunset direkt im Gorge beobachten. Der sich im Wasser spiegelnde Felsen war dabei manchmal gar nicht mehr vom "Original" zu unterscheiden... Am Abend haben wir dann erstmals ein aelteres Paerchen aus Perth getroffen, die die gleich Strecke wie wir fahren. Diese trafen wir seitdem jeden Tag :-) Auch ein Schweizer Paar, das wir in Broome kennengelernt haben, treffen wir hier dauernd. Schon witzig...
Durch die Gewissheit der tagsueber stark ansteigenden Temperatur aufgestachelt, machten wir uns schon bald am Morgen auf den Weg. Die Strassenzustaende wechselten von highway-aehnlich (wir konnten problemlos mit 80kmh fahren) bis zu richtig rough (teils fuhren wir nur mit 20kmh und unser kleiner ALVO wurde trotzdem von oben bis unten gut durchgeschuettelt) fast alle zehn Kilometer. So kam es auch, dass sich das Standgas durch das staendige Ruckeln verstellt haben muss und zu hoch war. Zum Glueck konnte sich Peter noch an den richtigen Knopf entsinnen, so dass wir alle paar Stunden daran mal drehen durften...
Um unser taegliches Ritual des guten Morgenkaffees beizubehalten, nahmen wir die Chance wahr und hielten im "Lennard River Snackstore" (der einzige fuer die naechsten 100km in beide Richtungen): War schon seltsam, solch kleine "Oase" in the middle of nowhere zu finden. War zwar alles etwas notduerftig und der Kaffee war alles andere als gut (instant), aber es hat gereicht! Der alte Betreiber des Shops, der sich in einem umgebauten Wohnwagen befand und dessen Generator auf Hochtouren lief, so dass man sein eigenes Wort kaum verstanden hat, war auch eine Nummer fuer sich: er hatte wohl schon eine Operation hinter sich, musste beim Sprechen immer auf den Knopf am Hals druecken, zuendete sich aber erstmal eine an, nachdem er uns bedient hatte. Dafuer war er aber sehr hilfsbereit und schlug gleich ein Buch ueber australische Vogelarten auf, als wir den Azuren-Kookaburra (Kookaburra mit blauen Federn an den Fluegeln) im Baum erblickten.
Nach dem Abzweig von der Gibb River Road zum Silent Campground und somit auch zum Bell Gorge kamen die ersten Flussdurchquerungen: manche gestalteten sich als ueberschaubar, einfach und mit geteertem (oder so was aehnlichem; auf jeden Fall Bitumen...) Untergrund. Bei einigen anderen wurde uns schon gleich mal mulmig zumute: sie waren doch so tief, dass uns das Wasser bis zu den Wagentueren stand, der Untergrund nur Kieselsteine (soweit man ihn ueberhaupt sehen konnte) und am anderen Ende des einen creek-crossings stand ein Wagen, an dem gerade ein Reifen gewechselt wurde. Da geht man doch gleich mal ganz anders ran, an die Sache! ;o) Sind aber letztendlich durch alle super durchgekommen mit der langsamen und sicheren Fahrweise. Scheinbar besser als einige andere, von denen wir gehoert haben: mit 80kmh schafft es ein 4WD dann doch nicht durch den Creek. Scheinbar mussten in den letzten Tagen drei Waegen von der Gegend des Bell Gorge abgeschleppt werden...
Am Campground angekommen, nach einer kleinen Brotzeit im Schatten des hohen Landcruisers, beschlossen wir, gleich die 10km weiter bis zum Bell Gorge zu fahren, da die Mittagshitze einfach unertraeglich war und wir gelesen haben, dass man im Gorge baden kann. Jedoch gestaltete sich diese Zufahrt als ganz schoen schwierig, so dass wir mal wieder mit nur 20kmh vorangekommen sind und unsere Zeit brauchten. Wenn wir unseren Reisefuehrer dann doch noch etwas genauer studiert haetten, haetten wir auch gewusst, dass uns eine etwa einstuendige steile Wanderung bevorstand - und das beim hoechsten Stand der Sonne! Super. Da mussten wir durch und wurden wirklich mit einer atemberaubenden Sicht sowie mit einem Sprung in´s kuehle Nass belohnt. Am Gorge selbst gibt es einen oberen Pool, von dem aus das Wasser in den unteren Pool faellt. Richtig erfrischt ging es dann wieder zurueck zum Parkplatz und nach dem einstuendigen Walk waeren wir am liebsten gleich nochmal in den Gorge gesprungen. Doch dummerweise erwartete uns wieder eine neue Ueberraschung: unser ALVO sprang nicht an! Wegen des vielen aufgewirbelten Staubs auf der Gibb River Road muss man auch tagsueber das Licht anlassen. Jedoch macht der Landcruiser beim Verlassen des Autos keine Anstalten, Laute oder sonstwas von sich zu geben, dass das Licht noch angeschalten ist. Naja. Da standen wir nun und sonst war natuerlich keiner da. Aber wir sind ja Grosse und haben einfach mal unter die Kuehlerhaube geschaut, an einem Raedchen gluecklicherweise richtig gedreht und schon sprang der Gute mit der zweiten Batterie an. Nach den 10 Kilometern Rueckweg hatte sich die leere Batterie wieder voll aufgeladen, wie unser netter, hilfsbereiter, australischer Campnachbar feststellte, nachdem er ein Messgeraet aus seiner perfekten 4WD-Ausstattung gezaubert hatte.
Etwas gereitzt, nach einer mal wieder mehr schlecht als recht durchgeschlafenen Nacht (die Hitze, morgens die Kaelte, die haeufigen Klogaenge, wenn man tagsueber so viel trinkt...), packten wir unsere sieben Sachen, machten den ALVO startklar und waren schon um 7:30 on the road. Nach dem ersten Creek-Crossing liessen wir erst mal ein paar andere Reisende vorbeiziehen, die einen Zacken drauf hatten... wahnsinn! Einen davon sahen wir ein paar Stunden und Kilometer spaeter wieder am Strassenrand Reifen wechseln...
Halt gemacht haben wir diesmal am Imintji Roadhouse, welches zugleich ein kleiner Store, ein Cafe sowie Werkstatt und Tankstelle (allerdings nur DIESEL!) war und einiges zu tun hatte. Ist doch ganz schoen was los zur dry season auf der GRR! Gibt der unberuehrten Natur und Landschaft, die man natuerlich erwartet, einerseits einen faden Beigeschmack, andererseits ist man als eher unerfahrener 4WDler doch froh, falls etwas passiert bzw. man einen breakdown hat. Somit gruesst man sich hier staendig (wie es auch im Outback ueblich war) und fragt beim Vorbeifahren, ob alles in Ordnung sei oder ob man denn Hilfe benoetige. Da wird eben doch zusammengehalten!
Da die heutige Strecke schwieriger war als die gestrige und somit auch nervlich anstrengender, hielt die gespannte Stimmung fast den ganzen Tag ueber an. Auch die alte Dame, die wir bisher jeden Tag ein paar Mal getroffen haben, meinte, dass das ganze Abenteuer durch die Hitze, die schlechte Strasse und die staendigen "Sorgen", dass dem Auto ja nichts passiert, eher stressig und nervenaufreibend ist. Da stimmen wir ihr in gewisser Weise zu. Sind aber inzwischen, nach 300km Gibb River Road, trotzdem froh, dass wir diesen Weg eingeschlagen und uns darauf eingelassen haben :o)
Wieder kurz nach Mittag kamen wir im Galvan Gorge an. Diesmal fuehrte uns ein nur 1km kurzer hike zum Waterhole, vorbei an einem kleinen creek mit Wasserrosen, einigen Palmen, Felsen und Spinnennetzen wohin das Auge blickte. Der Gorge war relativ klein, verglichen mit den bisher gesehenen, aber dafuer wunderschoen in die Natur eingebettet. Nach einer kleinen Ueberwindung (was wird in dem Wasser wohl alles drin sein?!) schwammen wir bis unter den Wasserfall und liessen uns dort auf den Steinen nieder. Wir genossen das Naturschauspiel und sahen den Kiddies zu, wie sie sich von einem Strick aus schwingend in`s Wasser fallen liessen.
Nur ein paar Kilometer weiter befindet sich das Mt. Bernett Roadhouse mit dem dazugehoerigen Campground und dem Manning Gorge. Ganz schoen geschafft schlugen wir dort fuer zwei Tage unsere Zelte auf und liessen den Rest des Tages ruhig ausklingen: im Schatten sitzend, Kuehles trinkend, dem gleich um die Ecke liegenden Fluss einen Besuch abstattend und kochend (heute mal ein Menue vom Feinsten: restliche Spaghetti mit Aubergine angebraten, Spiegelei, Huehnchenfleisch und Reis).
Am naechsten Morgen sind wir dann um 6.00am aufgestanden um noch vor der Hitze den Hinweg zum Manning Gorge zu bewältigen. Da neben all den Campern auch noch drei Busse voll mit Touris am Campground uebernachteten waren zum einen alle Toiletten staendig besetzt und zum anderen das Wasser bald alle. Da haben dann so einige in die Röhre gesehen :~) Nach einem Müsli mit neuen Cornflakes mit Macadamia Nüssen sind wir dann losmarschiert. Die Sonne war auch schon da und so stand uns mal wieder eine sehr heiße Wanderung bevor. Doch bevor es so richtig losgeht musste ein Fluss, in dem man nicht ueberall stehen kann, ueberquert werden. Also haben wir uns wieder bis auf die Swimmers ausgezogen, und sind durchgeschwommen. Fuer Kamera, Kleidung, etc. standen Styropor Kisten bereit, die man vor sich hertreiben konnte, echt abenteuerlich. Der anschliessende Wanderweg ging ueber Stock und noch mehr ueber Steine und war mit seinem staendigen Auf- und Ab und den vielen zu ueberwindenden Felsen sehr anstrengende. Dazu lag er auch zu 100% in der prallen Sonne, was nicht gerade eine Erleichterung darstellte...der Lohn war ein herrlicher Gorge, den wir nach einer Stunde, völlig durchschwitzt, erreichten. Die Wasserfälle waren amazing und das Baden in dem Gorge die Schau. Wir konnten sogar hinter die Wasserfälle schwimmen und von eine 3m hohen Klippe ins Wasser springen (und Andi ist auch mitgesprungen!!!). Es hat uns so gut gefallen, dass wir gut 3 Stunden dort verbracht haben. Witzig war, dass wir das Paerchen aus Spalt wieder getroffen haben, die wir das letzte Mal in Cairns getroffen haben. Australia is so small...
Der Rueckweg gegen Mittag und die Sonne waren noch unbarmherziger: Da tat das Durchschwimmen des Rivers richtig gut! Danach haben wir uns Fertig Asia-Stir-Fry Nudeln gemacht (waren lecker aber wenig) und im Schatten am campground gechillt. Am Nachmittag sind wir nochmals zum Fluss und haben etwas gebadet - eigentlich haben wir uns in Reifenschlaeuche gesetzt und dind durch den Lower Manning Gorge gepaddelt :-) Der Tag war der erste richtig entspannende, mal ohne 4-Wheel-Driven und geschuettelt werden, allerdings wird sich das morgen wieder aendern.
Am Samstag Morgen um 7.30am sind wir aufgebrochen, um ein weiteres Stueck auf der GRR zu meistern. Ziel war es eigentlich bis zur Ellenbrae Farm ca 180km weiter zu kommen. Nachdem uns aber das ältere australische Paar erzählt hat, dass sie versuchen, bis zur Home Valley Station (ca 300km - war unser Ziel fuer den nächsten Tag) zu kommen, haben wir uns auch entschieden, die Zielsetzung evtl. zu ändern. Aber erstmal wollten wir die 180km meistern. Wir haben uns das erste Mal auf der GRR abgewechselt, da nun doch etwas mehr zu fahren war. Den ersten Abschnitt hab ich uebernommen, dann war Andi erstmals dran. Und gleich wie: Direkt nach dem Fahrerwechsel begannen auch die Corrugations. Die Fahrt war sooo holprig, wir haben uns schon fast an die Bungle Bungles erinnert gefühlt. Die Gegend war ziemlich langweilig und so war das Aufregenste noch der Grader, der die Strasse aufbereitet hat - fuer uns wohl zu spät. An unserem eigentlichen Ziel, der Ellenbrae Farm, sind wir schon gegen Mittag angekommen. Da es dort nichts zu sehen gibt, haben wir uns nach einem Cereals Brekky entschieden, weiterzufahren. Die folgenden 110km zur Home Valley Station waren aber teilweise wieder sehr rough. Wir mussten einen Fluss durchqueren und etliche Creeks passieren. Ausserdem haben wir einen schönen Lookout zur Cockburn Range (geiler Name übrigens) entdeckt, leider kommt die Weite auf den Bildern bei Sonne um die Mittagszeit nicht wirklich rüber... Wir waren extrem happy und total platt, als wir 2h später gut angekommen sind. Witzig war, dass wir 2 verschiedene Karten der Route haben und auf beiden hat die Entfernung zur Home Valley Station absolut nicht gestimmt :-) Nachdem wir erfahren haben, dass es beim möglichen Bushcamp am Pentecoast River einige Salties, unter anderem den 6m langen Cedric, geben soll, haben wir uns für die 2.Möglichkeit, ein Camp direkt in der Cattle Station, mit hot showers und schoenem gruenen Rasen als Untergrund (anstelle von staubiger Erde) entschieden. Aber nichtsdestotrotz müssen die Krokodile morgen unbedingt angesehen werden :-)
Es wurde dann wieder ca. ne Stunde das komplette Auto ausgeräumt und geputzt: dieser rote Staub ist überall, teils eine so dicke Schicht, dass sie bspw. die Schränke komplett bedeckt! Komisch war, dass wir unser australisches Pärchen hier nicht angetroffen haben: Hoffentlich ist nichts passiert und sie werden morgen kommen!
Wir haben dann entschieden, hier noch zwei Tage zu bleiben: Es gibt einen wunderbaren Pool und die "Dusty Bar", an der wir uns zur lunch-time (abends konnte man es sich fast nicht leisten...) einen HV8-Burger (Rindfleisch, Salat, Zwiebeln, Roote Beete, Tomaten und Sosse) sowie eine bowl chips (Pommes) gegoennt haben :o) Abends wechseln sich hier Artisten zur Unterhaltung ab: Peter Brandy, ein bekannter Country-Musicer aus den Kimberley, sowie ein Didgeridoo-Spieler, der zwischendurch Outback-Geschichten zum Besten gibt. Diesen haben wir dann noch mit zum Lagerfeuer begleitet, an dem er in kleiner Runde (wir waren nur umgeben von Aussies) ein paar songs spielte. Hier erfuhren wir auch von einem in Halls Creek lebenden Paar, dass das Einfuehren des Alkoholverbots in der ganzen Gegend in Bezug auf die Aborigines einen Unterschied von Tag und Nacht aufzeigte.
Natuerlich durften wir den Sonnenuntergang am Pentecoast River mit Sicht auf die Cockburn Range nicht verpassen: ein atemberaubendes Naturschauspiel! Leider haben wir kein Krokodil gesehen...
Wir sind auch schon auf den Film "Australia" mit Nicole Kidman gespannt, denn dieser wurde hauptsaechlich in den Kimberley gedreht und sogar hier, in der Home Valley Station.
Am letzten Tag auf der Gibb River ging es schon morgens um 7am los. Es waren nur noch gut 70km zu bewaeltigen. Zuerst musste nach ca. 12km der Pentecost River, in dem sehr gefaehrliche Salzwassercrocs leben, durchquert werden. Fuer ein gutes Foto (von vorne mit Hintergrund Cockburn Range) und einem Film musste ich dreimal durchfahren :-)
Danach dachten wir pippifax, jetzt kommt ne Touristrecke. Aber pah: Das waren nahezu die schwersten 60km der gesamten Strecke (nach dem Bell Gorge Way). Wir sind aber schoen langsam gefahren und konnten unseren ALVO unbeschaedigt wieder zurueck auf den Highway bringen. Und dann haben wir uns echt richtig gefreut, wieder Teer unter den Reifen zu haben :-)
Noch zum Abschluss zwei Geschichten zum Schmuzeln, die wir auf der Strecke gehoert haben (und sie sind wahr):
Ein Australier, der mit einem Nissan Stationwagen (Kombi) unterwegs war, ein 2WD, ist am Weg zum Bell Gorge in der Nacht in einem Creek-Crossing im Wasser stecken geblieben. Da die ganze Nacht kein Auto mehr kam, das ihm haette helfen koennen, mussten er und sein Auto im Wasserloch verweilen, bis er am Morgen rausgezogen wurde. Am naechsten Tag konnte man ihn dann beobachten, wie er alle seine Sachen trocknete :-)
Einem anderen Australier, der mit einem 4WD-Geschaeftswagen unterwegs war, erging es noch viel schlimmer. Am Bell Gorge ging der Kuehlschrank kaputt. Da er mit 2 kleinen Kindern unterwegs war, hat er entschieden, wieder zurueck nach Derby zu fahren und einen neuen zu kaufen. Die Familie blieb am Campground. Also auf nach Derby (rund 240km Dirt Road). Da er am Rueckweg zum Gorge ziemlich angefressen war und es dunkel wurde, ist er wohl etwas zu schnell gefahren. Mit ca 80km/h ist er dann leider in ein Wasserloch reingestochen und hat das Auto frontal reingesetzt. Ein Abschleppwagen hat ihn dann rausgezogen und das kaputte Auto nach Derby gebracht. Und jetzt kommts: In Derby hat sich der Typ einen Mietwagen-4WD genommen und ist wieder die ganze Strecke zurueck zum Gorge gefahren. Als er dann 2 Tage spaeter, am Manning Gorge, erfahren hat, dass sein Auto Totalschaden ist, musste er wieder (!!!) zurueck nach Derby, um alles zu klaeren: That's a lovely holiday, isn't it?
Save the Kimberley,
Andi & Peter