Mittwoch, 9. September 2009

Hua Hin

Hi Guys,

Tags drauf wurden wir puenktlich abgeholt und innerhalb zweier Stunden gen Sueden nach Hua Hin (hier verbringt uebrigens immer das Koenigspaar seinen Urlaub) chauffiert. Erst nach ca. 1,5 Std. Fahrt von Bangkok aus machte es sich langsam bemerkbar, dass wir nicht mehr in der Stadt waren, sondern die Gegend schon laendlicher wurde! Unsere Wahl des Hotels in Hua Hin (Hyatt) bestaetigte sich als Volltreffer: die ganze Anlage ist im thailaendischen Stil gehalten, keine typische Bettenburg, schoener Pool, gruene Anlage, ultra leckeres Fruehstuecksbuffet und toller Service! Das Meer ist allerdings nicht so der Hit, was uns nach einem Jahr Australien nicht all zu sehr stoert: es ist sooo warm, waermer als ne Badewanne und Quallen gibt’s auch. Aber wohl „nur“ normale und rote, also nicht die toedlichen wie in downunder ;o) An einem Abend fand sogar eine Veranstaltung mit Asiens Umweltministern im Hotel statt – und wir mittendrin.

Hua Hin - Hyatt


Abends fahren wir immer mit dem Bus in’s Zentrum von Hua Hin (da das Hyatt etwas ausserhalb gelegen ist), suchen uns was Leckeres zum Essen und schlendern durch die Strassen oder den nightmarket. Der Ort an sich hat wohl nichts Spezielles, aber fuer uns, am Ende unserer Reise, so ganz ohne „Besichtigungs-Ambitionen“, ist er nun genau richtig. Wir haben auch schon ein paar Muetterchen ausfindig gemacht, die zusammen an einigen Garkuechen stehen und mit der ganzen Family ihren „Betrieb“ schmeissen und uns fast jeden Abend mit leckerem Thai-Food dienen und sogar Tipps geben, die manchmal allerdings tooooo spicy sind!! Mit nur Thais um einen herum und purem Thailand-Feeling kann man hier seafood (prawns, lobster, fresh local grilled fish, crab,…) etc. sehr guenstig geniessen.

Hua Hin - City


Angeregt durch die thailaendische Kueche fiebern wir nun schon auf unseren Thai-Cooking-Course am Ende dieser Woche hin und dann geht es auch schon ganz schnell auf das Ende unseres Abenteuers „endless summer“ hin… Sowohl mit einem lachenden als auch mit einem weinenden Auge – wer haette das gedacht!

Yours,
Andi & Peter

Bangkok

Sawasdee,

(Zuerst eine Warnung: Der Text ist lang und die Bilder reichlich, aber keine Scheu :-) )

Nach knapp 9h Flug ohne Turbulenzen sind wir am Flughafen in Bangkok gelandet. Da unser Flug 20 Minuten zu frueh gelandet ist (und die Arbeiter am Airport wohl noch gefruehstueckt haben), mussten wir sogar etwas im Flugzeug warten. Dafuer haben wir es geschafft, ein Public Taxi zum Hotel Ramada Menam Riverside zu ergattern und sind problemlos gut 45 Minuten spaeter angekommen. Da hier zur Zeit Nebensaison ist und wir laenger als vier Naechte blieben, wurden wir kostenlos in eine Suite ge-upgraded: 2 Zimmer, Bad und super Aussicht auf Bangkoks beruehmten Fluss! (Allerdings benutzten wir fast nur ein Zimmer…) Nach einigen Stunden Schlaf wollten wir nachmittags auch gleich los, Thai Food schlemmen und etwas die Stadt erkunden. Laut unserem englischen Reisefuehrer (Lonely Planet Encounter) wurde uns hierfuer Chinatown waermstens empfohlen. Also ging es mit dem hoteleigenen Boot, das alle 30 Minuten zwischen Innenstadt und Hotel hin- und herpendelte los. Dort angekommen, sind wir auf die Faehre Richtung Chinatown umgestiegen – und das naechste Abenteuer konnte beginnen :-)

Bangkok - Hotel Ramada Menam Riverside


Wir waren noch nicht wirklich wach, es war extrem schwuel, sehr, sehr busy, tausende neue Gerueche stiegen in die Nase und der Kulturschock war vorhanden! Tausende Menschen, Autos, Tuk-Tuks und Roller wohin das Auge blickte... Und da wollten wir ein bestimmtes Restaurant finden, das uns im Reisefuehrer empfohlen wurde - impossible!!!
Wir irrten durch die Strassen (all zu viele Strassenschilder gibt es hier nicht…) und haben es dann doch irgendwann geschafft, den Tempel neben dem Lokal zu entdecken. Doch auch das half uns leider nicht wirklich weiter, wir mussten aufgeben und sind hungrig in die naechstbeste Bude rein. Das Essen war sehr lecker und wir waren fuer’s Erste froh, dem Trubel, der Schwuele und den Geruechen entkommen zu sein. Als wir satt waren, ging es nur noch zurueck Richtung Hotel und Bett :-)

Bangkok - Chinatown


Der Sonntag wurde dann zum Markttag. Zuerst haben wir einen rund 3h Ausflug auf einem longtail boat durch die Nebenkanaele des Mae Nam Chao Phraya (River of Kings) gemacht. Die Fahrt war sehr aufregend, da man auch mal das (teilweise sehr arme) Leben abseits des Mainstreams sehen konnte- leider hatten wir Dauerregen und waren patschnass. Menschen, die in Huetten direkt am Fluss leben, Dreck, aber auch schoene kleine Haeuschen direkt am Kanal.

Bangkok - Mae Nam Chao Phraya Longtail Boat Trip


Unser erster Zwischenstop war der Taling Chan Floating Market. Hier gab es diverse Leckereien, die man direkt vom Boot (auf dem alles zubereitet wurde) kaufen konnte und am Boden des Steges an Minitischen verzehrt hat. Wir haben uns gegrillte Riessenscampis, Fruehlingsrollen und Fleischspiesschen fuer umgerechnet 2€ zusammen gegoennt. Mehr ging so kurz nach dem ausgiebigen Fruehstueck im Hotel nicht rein :-) Es war soooo koestlich!!!

Bangkok - Taling Chan Floating Market


Danach haben wir unseren ersten Tempel – Wat Arun – besichtigt; der Regen legte eine Pause ein, liess eine krasse Luftfeuchtigkeit zurueck, die Sonne kam langsam zum Vorschein und es wurde auch noch sehr heiss. Der Tempel war wirklich architektonisch sehr interessant und wir kamen so langsam in Asien an…

Bangkok - Wat Arun


Am Nachmittag ging es dann weiter per Skytrain zum Chatuchak Weekend Market. Dieser enorm grosse Wochenendmarkt ist extrem busy und man kann von Kleidung ueber Essen, Moebel bis zu Haustieren und Elektronik wirklich alles erwerben. Unser Kaufrausch war jedoch nicht so ausgepraegt, da wir mehr mit dem Klima und all den Eindruecken zu kaempfen hatten. Nach einem wieder sehr, sehr leckeren Essen (Pad Thai, Scampis with Sweet Basil, 2 Cokes fuer 2.20€) mussten wir auf Toilette. Gut, fuer mich kein Stress, aber leider sind die Damenklos mal so ganz anders als daheim oder in Oz (weitere Infos gibt es bei Andi :-)). Wir sind dann noch zwei weitere Stunden ueber den Markt geschlendert und haben vor allem die armen Welpen bemitleidet, die hier aus Koerben verkauft werden: Da waere bei uns in Deutschland mal ganz schnell der Tierschutz am Start!

Bangkok - Chatuchak Weekend Market


Montag Morgen war dann Tempelbesichtigung angesagt: Wir haben den Grand Palace und den liegenden Buddha (im Wat Pho) mit seinen 46m Laenge besichtigt. Jede Menge Touris und viele Thais, die einen ueber‘s Ohr hauen wollen. Manche erzaehlen dir, dass die Tempel noch nicht geoeffnet seien und sie dir aber in der Zwischenzeit was anderes zeigen koennen (ja,ja), andere geben sich als Tourguides aus (wir haben zwei Deutsche mit Guide beobachtet: Der Typ hat so nen Mist erzaehlt, dass alle Thais, die im Tempel gearbeitet haben, voll gelacht haben, als die Gruppe weitergegangen ist!).

Bangkok - Wat Pho


Da man im Grand Palace & Wat Phra Kaew lange Hosen und Schuhe anziehen musste, die Schlange zur Umkleide elend lang war und es extrem humid und warm wurde, haben wir uns kurzerhand entschlossen, einfach unsere mitgebrachten langen Hosen ueber die kurzen zu ziehen: F**k war das heiss!!! Wir haben geschwitzt wie die Hoelle und die Stimmung wurde immer besser – vor allem, da der Grand Palace mit seiner ganzen Anlage wirklich riesig ist. Als wir dann auch noch Touris mit Minirock sahen, wurde Andi richtig boese :-)
Die Tempel waren echt beeindruckend, viel Gold, viel Schnickschnack und noch mehr Touris und Wachen…

Bangkok - Grand Palace & Wat Phra Kaew


Am Abend wollten wir dann nach Silom, essen gehen und danach in die Scirocco Bar, die uns Ozzy empfohlen hat. Dauerregen… Wir haben im Hotel gefragt, wo man in Silom Restaurants findet und ob uns ein Taxi hinbringen kann. So schnell haben wir mal gar nicht geschaut und wir waren in Silom Harbour (wir dachten, es ist der Hafen), aber leider war es ein Touri-Restaurant. Da kannte der Concierge wohl den Restaurantbesitzer. Wir wussten nicht, wo wir genau waren, es hat wie aus Kuebeln geschuettet und uns blieb nich viel uebrig als dort was zu essen. Die Maus war sehr stinkig und alle Gaeste waren angekarrte Touris. Naja, Erfahrung, abhaken. Auch dass anschliessend das Taxi zur Scirocco Bar sich geweigert hat, uns zu fahren, da wir meterpreis (das, wozu sich die Taxis eigentlich verpflichten) verlangten, er aber einen voellig ueberteuerten Fixpreis wollte. Wenn es also regnet aendern sich die Regeln! Ab ins Tuktuk, der Fahrer kannte die Bar NATUERLICH... 10 feuchte Minuten spaeter standen wir wo ganz anders irgendwo in Bangkok – er hatte uns falsch verstanden und gedacht wir wollten in keine bestimmte Bar und da hatte er wohl auch nen Bekannten, zu dem wir gekarrt wurden. Wir sind aber nicht ausgestiegen und haben ihn alles nochmal erklaert. Ahhhh!!! Weitere 10 Minuten spaeter waren wir auch schon in der Bar… Jedenfalls fast. Da Andrea zu ihrem Abendkleid „nur“ Thongs (FlipFlops) anhatte, durften wir nicht rein, aber wir koennten ja in die „Zweitbar“ am Pool gehen. Ja ganz genau… also ab ins Taxi und zurueck zum Hotel. Wir hatten echt die Schnauze gestrichen voll. Ach ja, fuer den Rueckweg haben wir 60Baht bezahlt, fuer den Hinweg mit dem Freund vom Conciergen nur 150 (hab ihn von 200BHT runtergehandelt)… ein perfekter Abend!

Am Dienstag ging es wieder besser gelaunt zu Jim Thompsons Haus, das beruehmt fuer seine Architektur ist. Die gut einstuendige Besichtigung war fuer die Maus interessanter als fuer mich. Naja asiatische Architektur halt, aber schon ganz OK :-) Im Anschluss daran sind wir per TukTuk ins MBK gefahren (es war gerade mal wieder Dauerregen). Shoppen und Thais beobachten. Da ich extreme Probleme mit dem Magen hatte (nach Hotel-Food!!!), musste ich leider das Dinner im MBK Food Court auslassen und der Spass hielt sich in Grenzen. Wir sind dennoch fuendig geworden und haben etwas gekauft. Das 7 stoeckige Center ist im Uebrigen wieder ueberdimensional riessig, aber schon mal einen Besuch wert!

Bangkok - Jim Thompsons House & MBK Center


Nachdem die Nacht mit andauernden Magenschmerzen, Uebergeben und und und zur Hoellennacht wurde, ging es am naechsten Morgen auf die Tour zu den beruehmten Damnoen Saduak Floating Markets. Haetten wir die Tour nicht vorab gebucht – ich waere wohl im Bett geblieben. Aber so haben wir uns rausgekaempft, dem Magen ging es etwas besser und die Tour war soweit auch ganz spassig. Die Floating Markets waren diesmal jedoch groesser und wesentlicher touristischer als noch die am Sonntag Morgen. Wir sind mit einem Bus mit weiteren 4 Touris aus Malaysia und den Phillipinen aufgebrochen und nach ca 2h im 80km entfernten Ort angekommen. Auf dem Markt haben wir nur Bananen gekauft und hie und da eine der asiatischen Leckereien probiert (Namen weiss ich jetzt nich mehr, aber wieder lecker, trotz Magenproblemen).

Bangkok - Damnoen Saduak Floating Markets


Wir hatten eigentlich nur die Floating Markets gebucht. Aber (juhu!!!), es war noch viiiel mehr dabei: Elephantenfarm, Holzschnitzerei, Gems Factory. Suuuuper. Und das alles ohne unser Wissen – also ne richtige Ueberraschung inklusive… Wir sind aber sogar auf Elefanten geritten, da wir das sowieso in Hua Hin vorhatten und bei der Gelegenheit vorgezogen haben. Als wir jedoch waehrend des Ritts mitbekommen haben, wie die mit den armen Tieren umgehen, haben wir es fast schon wieder bereut… Nach der Gems factory (Schmuck, Schmuck, Schmuck), durch die wir ziemlich angefressen durchlaufen mussten, wurden wir zum Hotel zurueckgebracht. Da noch andere Touris (jetzt war es ein anderer Bus) mit an Board waren, die direkt am Siam Center wohnten, haben wir die Chance genutzt und sind dort gleich ausgestiegen, da Andi sooo hungrig war. Wir haben dann in der Nebenstrasse auch ein kleines Restaurant gefunden und dort gut gegessen. Da meine Nudelsuppe jedoch so scharf war, dass ich sie nicht essen konnte (Magen), sind wir noch ins Burger King gegangen :-) Whoppermeal 3€. Am Weg dorthin wollte uns uebrigens mal wieder ein Typ weissmachen, dass das Paragon Center geschlossen hat und erst in einer Stunde aufmacht und ob wir in der Zwischenzeit nicht was anderes machen wollten... Da war er leider fehlinformiert :-) Ist echt nervig…

Bangkok - Elephant Riding


Am letzten Abend wollten wir dann nur noch ne Kleinigkeit mampfen und sind nach 3h Schlaf gegen 20.00Uhr nur aus dem Hotel und um die Ecke. Und hier gab es lauter kleine Foodstalls, auf Plastikstuehlen, direkt an der Strasse: Aber sooo lecker und fuer 2 Personen nicht mal 3€ (Shanghai Noodles with Basil, Seafood und Fried Rice mit Chicken, 2 Getraenke). Ist echt so guenstig und so lecker: Leider haben wir diese Strasse erst am letzten Abend entdeckt, da der nette, freundliche und ach so hilfsbereite Concierge vom Hotel noch gemeint hat, vor dem Hotel selbst gaebe es nichts zum Essen – Ja ja…

Liebe Gruesse aus Thailand,
Eure Andi & Peter

Freitag, 28. August 2009

Brisbane - the final Australian stop

Nach einem traurigen letzten Besuch am Wreck/Main Beach bei einem wunderbaren Sonnenuntergang und dem letzten Abend in Byron Bay nahmen wir Tags drauf den Brisbane2Byron Express Bus. Zum Glueck hatten wir auf dem Weg zur bus station einen Woolies-Einkaufswagen gefunden, so dass wir bei ca. 30Grad mit vier Rucksaecken, einem Surfboard, einem Notebook und einer Food-bag (zumindestens in Byron) nicht allzu sehr in’s Schwitzen gekommen sind. Doch dies sollte sich aendern, sobald wir in Australiens drittgroesster Stadt angekommen sind: Nach der 1,5 stuendigen Busfahrt, die wir teils mit Schlafen und teils mit einem unglaublichen Druck auf der Blase verbracht hatten, wurden wir am transit centre direkt im CBD rausgelassen. Was wir Schnallkoepfe mal wieder bei der hostel-Wahl verplant hatten: Wir haben nicht das YMCA, das sich in Sichtweite des transit centres befunden haette, gebucht, sondern natuerlich das YHA (bei dem wir Mitglied sind), zu dem man erstmal zu Fuss mit all dem Gepaeck kommen muss!!! Zudem machte sich die Hitze in Queenslands Hauptstadt nochmal um so mehr bemerkbar, da hier die kuehle, angenehme Meeresbrise nicht mehr zu spueren war: Brissie liegt einige km innerlands am beruehmten Brisbane River und es hatte locker 35 Grad.

Nachdem wir es endlich zum backpackers geschafft und eingecheckt hatten, mussten wir uns erstmal in unserem klimatisierten Zimmer regenerieren und fielen in einen komaartigen Schlaf ;o) …der hielt jedoch nicht lange: Dass das YHA immer noch aus einer halben Baustelle besteht (kontraer zu den Internetinformationen), hat uns mal wieder keiner gesagt :o( So kam es, dass uns tagsueber das Bohren und Haemmern im/am Haus selbst auf Trab bzw. ausserhalb des hostels hielt. Nachts war es leider um keinen Deut besser, da wir uns anstelle auf einem Huegel (wie zuerst gedacht) genau ueber den Zuglinien befanden, so dass sogar das Zimmer leicht vibrierte, sobald mal wieder ein Zug unter uns durchgefahren ist. Soviel zum Schlaf, den wir hier in den letzten Tagen fast nicht bekommen haben…

Brisbane - YHA


So ging es jeden Morgen rechtzeitig los, bevor die Handwerker mit ihrer Arbeit beginnen konnten. Die Lage des hostels erwies sich als guenstig: wir hatten gerade mal um die 15 Minuten, um zu den Hauptattraktionen zu gelangen. Am ersten Tag schlenderten wir durch das Stadtzentrum am noerdlichen Ufer des Brisbane Rivers zum King George Square mit all seinen Sehenswuerdigkeiten (Brisbane City Hall, Albert Street Uniting Church, School of Arts). Daraufhin ging es entlang der Ann Street zum Anzac Place (den gibts in jeder groesseren Stadt in Australien…) und zum beruehmten Post Office. Neben der St. Stephen’s Cathedral haben wir auch die wohl aelteste Kirche des Landes, die Old St. Stephen’s Church, besichtigt, bis es Peter dann zu bunt wurde ;o) und die Maegen schon rebelliert haben. Die vorhergehende schlaflose Nacht tat ihr uebriges und so fehlte nicht viel zum Ueberschaeumen der Gemueter, wenn wir nicht in einer der typischen Food-Malls gehalten haetten :o) Auf dem Weiterweg zeigten sich uns der Botanische Garten, das Uni-Gelaende, das Old Government House und noch so manch andere alte Gebaeude :o)

Brisbane - CBD Walk


Am zweiten Tag erkundeten wir die South Bank Parklands am Suedufer des Brisbane Rivers, wie der Name schon sagt. Diese Gegend wurde durch die dort veranstaltete Expo beruehmt und beinhaltet neben dem Maritime Museum und einer Art Lagune (wie auch in Cairns) das Cultural Centre von Queensland. Das war dann sozusagen „mein Tag“ – da kam ich mal zum Zug und die zwei Akkus der Camera reichten fast nicht aus… ;o) Interessante Architektur wurde uns in Form des Performing Arts Centres, der Art Gallery, der State Library und des Queensland Museums geboten!

Brisbane - Southbank


Am Nachmittag entdeckten wir Brisbane noch von einer ganz anderen Sicht: wir fuhren mit der „City Cat“ ein paar Stunden den Fluss auf- und abwaerts und sahen so zum Einen ruhige Stadtgebiete mit viel Natur und Waeldern und zum Anderen teure Vororte mit unglaublichen Haeusern am Flussufer. Hat uns wirklich gut gefallen und diese Tour ist es wert. So bekommt man auch mal andere Einblicke!

Brisbane - City Cat Ferry


Den letzten Tag in Australien verbrachten wir mal wie richtige Backpacker: abhaengen, restliches australisches Geld ausgeben, im Internet surfen, lesen… ;o) Die einzigen Auftraege, die wir hatten, waren das westpac Konto schliessen, Geld in thailaendisches umtauschen und einen airport shuttle buchen (letzteres erwies sich nicht mal als so einfach…).

Am Abend kam dann noch Besuch aus Deutschland. Caro, Bastis Freundin, hat uns mit ihrer Freundin im YHA besucht :-) Witzig, Freunde so weit entfernt von der Heimat zu treffen...wenn man's schon in Deutschland nicht schafft ;o)

Da unser Abschied von Australien irgendwie schon in Byron Bay stattgefunden hat, verlief dieser letzte Tag in Brissie so unreal und das Warten auf den Flug wurde langsam aber sicher oede und nervig. Doch irgendwann am Abend kam endlich der Bus und ab ging’s Richtung Heimat – aber erstmal nach Bangkok :o)

Letzte Gruesse aus Australien und jetzt geht es nach Bangkok :-)
Eure Peter und Andi

Sonntag, 23. August 2009

Last Days in our Australian hometown

Hi,

leider ist es jetzt an der Zeit, von Byron Bay Abschied zu nehmen. Es ist ja nicht das erste Mal, haben das ganze schon zweimal hinter uns gebracht, aber diesmal ist es - vorerst :-) - endgueltig. Auch die letzte Woche Australien ist angebrochen... wie die Zeit (und vor allem die letzten paar Wochen) vergangen ist!!

Wir merken schon beide, dass wir langsam unruhig werden, Thailand und die Heimat rufen und wir versuchen jeden Tag irgendwelche Aufgaben zu erledigen (hoert sich witzig an, ist aber echt so). Heute muessen wir den Rest erledigen: Buecher im Book Exchange verkaufen, aus der Videothek austreten, Boardshort swappen, einen letzten Besuch am Beach sowie in "unserem Cafe", dem Bohemia, und und und...

Die letzten Tage waren nochmal echt schoen und da wir alleine im Haus waren, doppelt so entspannend (wie ein kleiner Vorgeschmack auf die eigene Wohnung daheim). Haben uns den Film "Inglorious Basterds" (sehr empfehlenswert) von Quentin Tarantino angeguckt, sind nochmals surfen gegangen, die Fahrraeder ausgiebig genutzt und haben nochmals ein Paket gepackt und heimgeschickt.

Leider habe ich seit Sa einen kleinen Grippeanflug und schon etwas Schiss vor dem bevorstehenden Flug nach Thailand, da ich befuerchte (soweit man die Nachrichten hier verfolgt), dass man bestimmt bei Anzeichen einer Grippe gleich auf H1N1 getestet wird. Aber wir hoffen das Beste, trinken Vitamine (mit Wheatgras shot) und nehmen mal 'n paar Gripostad, dann wird das bis zum Freitag schon wieder. Dann geht es auch schon nach Bangkok, wo wir Hofis 30.Geburtstag verbringen werden: Wenn du das liest Matthias, noch mal alles alles Gute, ich versuche dich anzurufen!!!

Byron Bay - The last days


Die naechsten Bilder gibt es dann hoffentlich noch aus Brisbane, falls wir ein McDonalds mit Wifi und Strom finden :-)

Bis denne und nochmals Bye Bye Byron Bay,
Andi & Peter

Mittwoch, 19. August 2009

Peter und Andi - allein Zuhaus

what's up buddy?

Heute hatten wir was zu feiern: wir haben das ganze Haus mit all seinen drei Schlafzimmern, zwei Baedern, zwei Terrassen etc. fuer die naechste Woche fuer uns alleine!!! Yippieh :o) Denn unsere australischen flatmates Anni und Darren flogen heute nach Canberra zu den Eltern und zum Schifahren. Zum Glueck waren wir hier schon beim letzten Aufenthalt in Byron Bay, da sie uns deswegen so weit vertrauen, uns das Haus zu ueberlassen. Jetzt kann man auch einfach mal ohne schlechtes Gewissen seinen Rucksack stehen lassen oder den Wohnbereich den ganzen Abend nutzen, ohne Ruecksicht nehmen zu muessen :o) Und das werden wir heute gleich mal ausnutzen: Wir wollen gemuetlich abend essen (Pizza vom Eagle Boys fuer $5.90) und einen ausgeliehenen Film ansehen!

Auch die Fahrraeder duerfen wir nutzen (solange wir immer ein Schloss dabei haben...) und dies haben wir gleich gestern in die Tat umgesetzt: Ab ging es in's Industriegebiet von Byron Bay zum Larder, unserem alten Chef. Der war ganz erfreut uns zu sehen und meinte, wir saehen aus wie richtige Touristen ;o) Nach einem kleinen Plausch bekamen wir -for free- drei Stueckchen Kuchen - Cheesecake mit Berries bzw. Passionsfrucht und ein Ministueck Choc-Cake- , die wir daraufhin daheim sogleich zum Fruehstueck verputzten.

Nahezu jeden Tag sehen wir in der "Stadt" ein altes Gesicht aus unserer "Byron-English-School-Zeit": es zieht einfach jeden wieder hierher zurueck! Neben Flo (france) und Rodriguez (brasil) haben wir heute noch unseren alten flatmate David (spain) getroffen. Da wir unserer alten Lehrerin Liese einen Kaffee ausgeben wollten, hatten wir uns letzte Woche mit ihr und Rodriguez verabredet. Doch sie schlug sogleich vor, im Rails (einer alten Kneipe am alten Bahnhof mit taeglicher Live Musik) ein Bier zu trinken. Etwas verdutzt sassen wir ein paar Minuten spaeter auf den alten Holzbaenken bei einem Tooheys und jeder erzaehlte seine Story der letzten paar Monate. Da wir ja wirklich schon seit Ewigkeiten keinen Alkohol mehr im Blut hatten, spuerten wir die zwei Bier unglaublich - im Gegensatz zu Liese. Mit den Australiern koennen wir einfach nicht mithalten ;o)

Gruesse nach Deutschland mit seinen 38 Grad... waermer als bei uns -tztztz- :o)
Peter und Andi

Donnerstag, 13. August 2009

Byron... a few days later

Good Morning,

da uns jetzt so langsam das chillige Alltagsleben einholt, gibt es heute mal nicht so viel Text (gibt auch wenige News) und dafuer nochmals einige Bilder. Zum Einen ein paar Schnappschuesse unseres Winter-Sale Trips zur Gold Coast. Leider hat die Maus nur die Hinfahrt geknipst, denn mittendrin war sie zu aufgeregt :-) (im Shopping Fieber) und bei der Rueckfahrt war es erstens zu dunkel und zweitens war sie etwas deprimiert, da ich mehr als sie abstauben konnte ;o)

Byron Bay - Trip to Gold Coast


Gestern waren wir am Pass Beach, den wohl beruehmtesten Surf Beach hier in Byron mit ewig langen Wellen. Leider ist es dort meistens sehr crowded und das nicht nur wegen den Surfschulen (hier gibt es locker 10 verschiedene), sondern auch wegen vielen Semi-Pro Local Surfern, die nahezu jede Welle abgrasen und fuer den armen deutschen Nixblicker fast keine uebrig lassen :-)
Aber ein paar wurden es dann doch. Ausserdem haben wir mal wieder Martha getroffen, eine Spanierin die schon beim letzten Mal in Byron war und jetzt kurzerhand entschlossen hat, wieder zurueckzukehren (sie war schon wieder in Spanien). Auch Rodrigo, ein Brasilianer, der bei uns in der IELTS Klasse war, ist die Woche wieder nach Byron Bay zurueckgekehrt und wird hier nochmals 3 Monate verbringen... irgendwas muss dieser Ort also schon haben, nahezu alle, die hier waren (zumindest an der Schule), sind wieder - wenn auch nur fuer ne kurze Zeit- hergekommen.

Byron Bay - Day @ The Pass


Nachmittags gehen wir oefters ins Bohemia, da wir dort mit Gutschein zwei Coffees (meistens ein Latte-Mug und ein Mocha) fuer zusammen $4 bekommen. Da ist dann manchmal auch einer der leckeren Muffins mit drin... oder die Mega-Kalorienbombe, die wir bisher nur einmal zu zweit kaum bezwungen haben: Der "Better-As-Your-Ex Choc-Brownie" - suess, schokoladig und Kalorien im Quadrat :-) Mir war es, und das ist mal kein Spass, noch 3h spaeter schlecht: Choc-Overflow!!!

Byron Bay - Town, Beach & Life II


Ach ja und gestern hatten wir mal wieder zwei tierische Erlebnisse:
Erst war eine kleine Brown Snake (die extrem giftigen) im Garten und der Hund hat sie mal wieder gejagt. Mann mann mann, der wird auch kein bisschen gescheiter. Naja gebissen hat die Schlange ihn nicht. Annie und Darren sind trotzdem sicherheitshalber zum Tierarzt, um Squirrdel checken zu lassen. Aber alles OK. Jetzt wurde ein Bird-Net installiert, um die Snakes fernzuhalten. Ich zweifel jedoch, dass das irgendwas bringt.
Spaeter haben wir eine gute Tat vollbracht. Ein kleiner Vogel ist durch ein Fenster, das nur nen Minispalt offen war, in ein Auto geklettert und darin elendlich umhergeflogen. War so verzweifelt, doch hatte Glueck, dass wir vorbeigingen und den Fahrer des Fahrzeuges ausfindig machen konnten. So wurde der kleine doch gerettet. Hoffentlich ist er wenigstens schlauer als der Hund und vemeidet ab jetzt das Einsteigen in fremde Autos :-)

Liebe Gruesse ans (noch) andere Ende der Welt,
Eure Andi & Peter

Dienstag, 11. August 2009

Byron Bay - it's like comin' home again :o)

G'Day Germany,

nun sind wir also wieder in Byron Bay angekommen. Nach der langen, ereignisreichen, anstrengenden, aber sehr, sehr lohnenswerten Rundreise durch Queensland, dem tropischen Regenwald, das Outback, zum Uluru, an die Westkueste nach Broome, durch die Kimberley Region entlang der Gibb River Road wieder zurueck und schliesslich durch den Kakadu und den Litchfield NP nach Darwin sind wir nun wieder in unserer "australischen Heimat" Byron Bay angekommen.

Eigentlich waren diese letzten vier Wochen bis Ende August in Australien dafuer verplant, das Auto in Sydney zu verkaufen. Da wir dies aber ja schon erledigt haben, sind nun noch einige Tage entspannen, surfen, Strand und Vorbereitungen fuer Deutschland (neue Wohnung, DSL, Club :-) angesagt. Wir wollen versuchen, so oft wie moeglich ins Kino zu gehen, da es hier deutlich billiger, die Filme natuerlich in Englisch und nur 5 Minuten Fussweg ist. Wir haben bisher schon Harry Potter 6 (aber das war noch in Darwin), Samson & Deliah, The Ugly Truth und Public Enemies angeguckt...

Natuerlich waren wir auch schon einige Male an den Straenden, wobei der Surf im Moment nur wirklich gut am Tallows Beach moeglich ist. Leider ist das zu Fuss ne Ewigkeit und wir muessen uns mit dem immer extrem ueberfuellten Pass bzw. Clarke's Beach zufrieden geben. Einmal hatten wir Glueck und es waren wirklich tolle Wellen am Wreck. Dazu war nicht viel los und wir sind am Heimweg sogar auf einer Gedenkveranstaltung fuer die Opfer von Hiroshima vorbeigekommen - die war so richtig Byron Bay-typisch. An diesem Tag haben wir auch einen crazy Floetenspieler am Strand gehoert: Es war bewoelkt, die untergehende Sonne hat eine krasse Stimmung erzeugt und dazu die Floete - spooky :-)

Byron Bay - Surfing @ The Wreck


Am ersten Sonntag im Monat sind wir auf den beruehmten Byron Market gegangen - das haben wir bisher noch nie gschafft(!!!). War auch interessant, aber ziemlich viel los, in der Sonne recht heiss und fuer uns (ausser leckere Fruchtsaefte) eher nix dabei.

Byron Bay - Sunday Market


Klamotten haben wir auch nochmals eingekauft: hier ist Winter Sale und unser deutscher Winter kommt- praktisch, praktisch :-) Dabei haben wir uns ein guenstiges Auto gemietet und sind zu den Outlet Stores an die Gold Coast geduest... sind "nur" 220km, also mal gar nix fuer Australien.

Natuerlich versuchen wir auch ein bisschen "Ingo und Margot - Foehr" Feeling zu bekommen: Das Winter-Wetter hier entspricht in etwa dem deutschem Fruehling, wenn die Sonne scheint (hatten hier bisher nur einen bewoelkten Tag und immer noch keinen Regen). Tagsueber zwischen 20 und 25 Grad im Schatten, in der Sonne ist es schon so richtig warm. Also ideal, um am Strand entlang zu spazieren, nen Kaffee zu trinken oder durch die Stadt zu schlendern.

Byron Bay - Town & Life


Wir wohnen wieder in unserem altbekanntem Haus mit Anthea, Darren und dem kleinen Hund Squirddl (letztere hat sich wohl am meisten ueber unsere Rueckkehr gefreut...). Allerdings wohnt diesmal niemand ausser uns 5 im Haus, so dass es etwas ruhiger ist und wir das Bad sogar fuer uns alleine haben.
Mittlerweile ist schon Halbzeit in Byron Bay und wir haben nur noch 2 Wochen vor uns. Irgendwie schade, aber die Vorfreude auf Thailand waechst auch schon :-)

Gruesse ins sommerliche Deutschland,
eure
Andi & Peter

Mittwoch, 22. Juli 2009

Darwin

Hi zusammen!

Darwin - die noerdlichste Stadt Australiens am TOP END mit dem karibischen Flair hat uns auf den ersten Blick gefallen! Allerdings machte sie uns das Besichtigen etwas schwer durch die humide Hitze (und das in der kaeltesten Jahreszeit in Australien!). Wir hatten jeden Tag ueber 30Grad, die einem wie 40 vorgekommen sind. Wir moechten gar nicht wissen, wie es hier in der wetseason ist, wenn um die 10Grad waermer ist und dazu eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit hat...

Den strikten Plan, den ich fuer die zehn Tage in Darwin zusammengestellt hatte, haben wir schon am zweiten Tag ueberworfen :o), da ein bis zwei Attraktionen bzw. Unternehmungen -und diese am fruehen Morgen- vollkommen ausgereicht haben, um am Nachmittag in Schatten oder Pool am Campground zu fluechten! Wie im Reisefuehrer schon beschrieben, fluechten hier sogar die Einwohner nur von einem klimatisierten Gebaeude in das naechste.
"Geschafft" haben wir trotzdem einiges: beer-can Regatta und Sunset Market am Mindil Beach, NT Museum & Art Gallery, Stadtrundgang, Eastpoint Reserve, Fischessen am harbour, fishfeeding im Aquascene, Auto-Putz und letztendlich -Verkauf.

Zur beer-can Regatta am Sonntag sind wir ein bisschen zu spaet gekommen, so dass wir nur noch die Boote an sich, welche alle aus Bierdosen (ja, hier gibt es noch DOSEN!!) hergestellt waren, bestaunen konnten. Angeblich sind die Einwohner Darwins Weltmeister im Biertrinken, worauf sie offensichtlich sehr stolz sind. Stattgefunden hat das territoriale Spektakel am Mindil Beach, einer der schoenen Badestraende in Darwin, an dem auch zweimal pro Woche die beruehmten sunset markets viele Besucher anziehen. Hier gab es eine Menge leckerer Koestlichkeiten - yummi :o)- aber natuerlich auch Schmuck, (Aborigine) Kunst, Kleidung etc. Peters Highlight war das Kosten von Krokodilfleisch, waehrend meines das Streicheln einer Python war! Philipinisches haben wir bei Sonnenuntergang am Strand gegessen, der an diesem Tag ganz schoen crowded gewesen ist.

DARWIN - beer-can Regatta & Sunset Market am Mindil Beach


Tags drauf statteten wir der NT Museum & Art Gallery einen Besuch ab, in der wir sowohl Aborigine-Kunst gesehen haben als auch wieder einiges ueber die australische Tiervielfalt erfahren haben. Herausragend waren die Informationen ueber den Cyclone Tracy, welcher Weihnachten 1974 Darwin groesstenteils zerstoert hat. Auch das riessige Krokodil "Sweetheart" war eine Attraktion fuer sich.

Darwin - NT Museum & Art Gallery


Der im lonely planet empfohlene Stadtrundgang erwies sich als sehr informativ, aber auch schweisstreibend - und das schon um 10am! Er fuehrte uns an einigen alten, historisch bedeutsamen Gebaeuden (teils auch nur noch Ruinen) vorbei, man hat wieder einiges ueber die Zerstoerung durch den Cyclone erfahren, und kamen vom City-Centre mit vielen Cafes ueber einen Park und den Survivors Lookout zur Esplanade.

Darwin - City Walk


Nach fuenf Tagen Caravanpark in Darwin und unserer ALLERLETZTEN (!!!) Nacht im ALVO, unserem suessen kleinen Bushcamper und treuen Gefaehrten ueber 9 Monaten und mehr als 23.000km, ging es nach Langem mal wieder in ein backpackers direkt im CBD: die Banyan View Lodge. Ist wirklich zu empfehlen, da nur fuenf Minuten vom Trubel entfernt, aber trotzdem ruhig gelegen, und kein typisches "Partyhostel".
Hier ging es gleich am Tag unserer Ankunft am Parkplatz des hostels (zum Glueck im Schatten!) weiter mit dem Ausraeumen, Wegschmeissen und Putzen des Landcruisers. Was sich in 10 Monaten so alles ansammeln kann... Auch eine Waesche von aussen durfte nicht fehlen und so machten wir uns auf die Suche nach einem Car Wash fuer "Grosse". Fuer Bushcamper sind solche natuerlich nicht automisch, also legten wir selbst Hand an: war teils anstrengend (so einfach kann man die 3m Hoehe dann doch nicht ueberwinden und den roten Staub der Pisten einfach loswerden), aber auch erfrischend, das kuehle Nass bei 32 Grad im Schatten, das zwangslaeufig den einen oder anderen erwischt hat, meist den anderen: mich ;o)!

Auch den mit dem Verkaeufer im Voraus ausgehandelten Check im Motor Vehicle Registry Center hat der Bushcamper ohne Macken ueber sich ergehen lassen und bestanden, so dass einem Verkauf nichts mehr im Wege stand.

All unsere Muehen wurden belohnt: der Alvo blitzte und blankte nach ca. 2,5 Tagen Arbeit wie wohl seit Jahren schon nicht mehr ;o) und auch das am naechsten Tag folgende Praesentieren verlief positiv: das deutsche Paerchen, Kati und Kai, schlugen ein und unterschrieben den Kaufvertrag! Wir freuten uns natuerlich, dass wir Kaeufer gefunden hatten (noch dazu so nette), aber ein kleines, wehmuetiges Gefuehl stellte sich doch ein. Immerhin war der Kleine nicht nur unser Auto fuer die letzten 9 Monate sondern auch unser Zuhause gewesen.
Die darauf folgenden Tage bestanden aus Treffen mit Kati und Kai (meist im klimatisierten Gloria Jean's Cafe), um ihnen ein paar Reise-, Routentips etc. zu uebermitteln. Wieviel sie allerdings nach ihrem Jetlag und der krassen Temperaturumstellung behalten haben, steht in den Sternen ;o) Zudem genossen wir in diesen Tagen das Umgebensein von vier Waenden, unsere Betten und die Kuehle durch die Klimaanlage tagsueber, waehrend wir an Campgrounds immer den Schatten der Baeume aufgesucht haben!! Am spaeten Nachmittag, wenn es etwas abgekuehlt hatte, gingen wir spazieren, Steakessen im Hogs Breath Cafe oder machten eine der letzten Ausfluege mit dem ALVO und sahen uns den Sonnenuntergang am Easpoint Reserve an: Wie wunderbar die Sonne hier im Meer versinkt!

Darwin - Eastpoint Reserve


Auch dem harbour statteten wir an einem unserer letzten Abende in Darwin einen Besuch ab und assen bei Mondschein, "Quetschn-Musik" und direkt neben dem Meer sitzend leckeren barra & chips (Barramundi mit Pommes) und Meeresfruechte. Es gab sogar noch eine yummi Nachspeise, da es gar so guenstig war: Bananensplit mit Mandelsplittern und Eisschokolade! Die vielen Tische waren alle besetzt von Einheimischen und Touris, die sich die Koestlichkeiten schmecken liessen. Da wohl an dieser Stelle des Hafens sich viele Essensreste wieder im Meer finden, kamen ganze Horden von Fischen, um sich ihr Abendbrot zu schnappen. Erstaunlicherweise waren viele der Fische riessengross: es handelte sich um obriculate batfishs! Auch ein Barramundi, kleine Rochen und sogar Delfine schwammen unweit von uns durch die Bucht. Da rueckte selbst das leckere Essen in den Hintergrund :o)

Darwin - Dinner @ Harbour


Kurz vor unserer Abreise gingen wir noch mit Kati und Kai zum Aquascene, dem beruehmten Fish Feeding, in Darwin. Hier, direkt an der Esplanade, hatte vor gut 50 Jahren ein Australier angefangen, die durch die high tide (Flut) kommenden Fische zu fuettern. Dies wiederholte sich Tag fuer Tag und inzwischen ist es zu einer richtigen Touristenattraktion geworden. Man steht also teils knietief im Wasser und wirft den Mullets, Milkfishs, Breams etc. Brotstueckchen zu. Die Catfishs bekamen sogar Fleischstueckchen und wir haben dann erfahren, dass diese sogar recht gefaehrlich werden koennen und man ihnen lieber nicht zu nahe kommen sollte... Zum Glueck erst im Nachhinein! Hat viel Spass gemacht, wurde dann aber gegen 11am schon wieder zu heiss, so dass wir uns auf unser klimatisiertes hostelzimmer freuten :o)

Darwin - Aquascene Fishfeeding


Nachdem wir dann am letzten Tag versucht hatten, all unseren Krempel in vier Rucksaecken zu verstauen, doch nochmal ein Paket mit 15kg(!) nach Deutschland geschickt und unsere Gutscheine gegen leckere boost-smoothies eingeloest hatten, war es soweit: wir verabschiedeten uns von Kati und Darwin und Kai fuhr uns mit dem ALVO zum Flughafen - unsere letzte Fahrt mit dem bushcamper. Dort hiess es "Goodbye" und dann Warten bis zum Flug nach Brisbane. Dieser ging um 1:30am und verlief wirklich sehr ruhig. Allerdings wurde es zwischendurch fast unertraeglich warm, so dass man fast nicht schlafen konnte. In Brisbane traf uns dann am naechsten Morgen fast der Schlag: es war ultra kalt! Zumindestens kamen uns 9Grad nach wochenlanger Hitze so vor. Wir beschlossen sodann, auf den "Brisbane2Byron" Bus in der Halle zu warten, und trafen sogar jemanden aus Byron Bay - so klein ist die Welt und auch Australien! Nach einer Stunde ging es mit einem kleinen Zwischenstop in Central Brisbane nach Byron Bay. Dort hat uns nach einem Anruf auch gleich Annis Freund Darren, mit denen wir vor einigen Monaten schon zusammen gewohnt hatten, abgeholt. So mussten wir schon nicht vier Rucksaecke, eine Laptoptasche und ein Surfboard (meins und Peters "Egg" haben wir in Darwin noch an Kati und Kai verkauft) durch halb Byron schleppen! Puhh...

Darwin - car sell + goodbye


Byron hat uns wieder :o)

Viele Gruesse in's warme Deutschland,
Peter und Andi

Sonntag, 19. Juli 2009

Litchfield National Park

Hi,

Nach 350km sind wir am Abend im Litchfield National Park angekommen und sind gleich zu dem Wangi Falls Campground gefahren, da dort ein Ranger Vortrag ueber den Park stattfand. Dieser war solala und auch der Campground war total ueberfuellt, so dass wir nur am Parkplatz campen konnten :-)
Am ersten Morgen im Park sind wir den Wangi Falls Trek gelaufen. Ein interessanter, aber steiler Pfad durch Rainforest und Woodlands. Wir haben sogar Bats (Fledermaeuse) in den Baeumen haengen sehen - voll cool :-)
Nach einem erfrischenden Bad in dem Wangi Falls Plounge Pool, ging es weiter zu den Tjaetaba Falls. Ein 3km Walk fuehrt entlang des Greenant Creeks hinauf zu den Faellen. Leider darf man in den Faellen selbst nicht schwimmen, da sie eine Sacred Site der Aborigines sind. Jedoch konnten wir in einem Rockpool ueber den
Wasserfaellen eine Runde drehen...

Litchfield NP - Wangi Falls


Greenant Creek to Tjaetaba Falls


Im Litchfield Cafe haben wir dann eine Coffebreak eingelegt, bevor es noch daran ging, die Bamboo Creek Tin Mine zu erkunden (hoert sich so interessant - wie es zumindest fuer mich war - an: Stinklangweilig!). Wenigstens konnten wir einen kleinen Gecko mit der Makrofunktion erwischen und eine tote Bat fotografieren...



Den Nachmittag und den Abend haben wir wieder an den Wangi Falls und am Campground verbracht. Nachmittags waren wir schwimmen und am Abend haben wir den Sunset angesehen. Beim Spaghetti (was sonst) Dinner hat uns dann noch ein Wallabi besucht (eins von der Gattung der Suicide Wallabies - sie grasen immer am Strassenrand und springen just vor'm Auto ueber die Strasse :-)) - war voll schoen...

Am zweiten Tag ging es am Morgen zu den Florence Falls und zu dem Campground, wo wir fuer heute Lager beziehen wollten. Wir konnten noch rechtzeitig vor dem Touristenansturm an den Falls sein und beim 2km Rundweg sogar am Rueckweg ein Short-Eard Rock-Wallabie beobachten. Da diese sehr selten und scheu sind, haben wir uns umso mehr gefreut. In den Florence Falls konnte man gut schwimmen und so beschlossen wir auch nochmal am Nachmittag die 135 Stufen zu den Falls zu beklimmen.

Litchfield NP - Florence Falls


Nach einem Abstecher zu den eher langweiligen Tolmer Falls, stoppten wir noch bei Buley Rockhole. Die dortigen Rockpools (wunderschoen), waren jedoch ao ueberlaufen, dass wir meinten, im Laufer Freibad bei 32Grad im Schatten in den Schulferien zu sein :-) Nix wie weg...

Litchfield NP - Tomer Falls


Litchfield NP - Buley Rockhole


Am Campground wollten wir dann fruehstuecken, doch leider wurde die Maus von einem der "Voll-die-Fiesen-Viecher" in den Arm gestochen. Da musste erst behandelt und gecremt werden. Die Sonne war zudem echt unertraeglich und die vom Ranger angegebenen 29 Grad im Schatten kamen der Maus wie 40 vor. Sie hat nur geschwitzt, hatte Kopfweh und fuehlte sich total unwohl!!!

Samstag morgen haben wir dann noch einen Stop bei den Magnetic Termite Mounds eingelegt. Eigentlich wollten wir uns noch einen Ranger Talk ueber die Termiten anhoeren, waren jedoch zu bald dran. Ausserdem starten alle Touri-Busse in den Litchfield Park hier und es waren bereits fuenf Busse und dementsprechend viele Touris ueberall. Haben unsere Aktivitaet dann auf's Fotografieren der Magnetischen Huegel und der Catherdal Mounds beschraenkt.
Die Magnetic Mounds haben eine beeindruckende Architektur: Sie sind alle in Nord-Sued Richtung ausgerichtet, um eine optimale Sonneneinstrahlung und eine konstante Temperatur innerhalb zu erlangen. Die Cathedral Mounds sind teilweise 6m hoch und wir konnten sogar einige Termiten beim Werkeln beobachten. So beschaeftigt wie die waren, muss es sich um Camper-Termiten handeln :-)

Litchfield NP - Magnetic Termite Mounds


Danach ging der Road Trip weiter zu den Berry Springs, wo wir uns in Tropischem Ambiente abgekuehlt und gefruehstueckt haben. Nach diesem Break sind wir auch schon nach Darwin gesteuert, die noerdlichste Stadt Australiens.

Gruesse aus dem Top-End Australiens,
Eure Andi & Euer Peter

Sonntag, 12. Juli 2009

Kakadu National Park

Hi white fellas,

Nachdem wir den Lake Argyle verlassen hatten, ging unser Weg weiter Richtung Kakadu National Park. Wir haben zwei Tage dorthin benoetigt, in Katherine gestoppt, um Vorraete und Benzin aufzufuellen und wurden von einer Wolkenfront nach Einfahrt in den Park ueberrascht. Wir dachten zunaechst: "Yeah, endlich mal Wolken, es wird kuehler" (hatten seit ca. 2Monaten keinen Regen mehr), lagen damit aber voellig daneben. Hier im Kakadu NP werden in der dry season Waelder gezielt abgebrannt, um Raum fuer neues Leben zu schaffen. Was zuerst komisch klingen mag, macht durchaus Sinn und das Wissen darueber wurde von den Aborigines an die "Weissen" weitergegeben. Infos ueber die Rolle des Feuers im Kakadu sind hier zu finden.

Nach weiteren 120km haben wir den Touriort Cooinda, die Heimat der beruehmten Yellow Water Cruise besucht und gleich fuer den naechsten Tag die Sunset Cruise gebucht. Danach sind wir total K.O., da es schon wieder extrem heiss war, gleich zum Campground in Mardugal, um zu kochen. Es war ca 4.30pm, aber das Essen hat echt keinen Spass gemacht (waren aber sooo hungrig): Es war nur hot, hot, hot :-) Da unsere Campvorgaenger Holz am Lagerfeuer uebrig gelassen haben, wollten wir nach dem Duschen ein Lagerfeuer machen. Es hat auch echt gut geklappt bis die Mosquito-Invasion begann. Obwohl wir uns eingesprueht hatten, waren wir chancenlos. Es waren so viele und ueberall, dass wir nach einer halben Stunde beschlossen haben, das Feuer aufzugeben und den Rueckzug in den ALVO anzutreten. Doch auch dort haben sie schon gewartet. Nicht so viele, aber genauso hinterhaeltig! Die Nacht war die Hoelle und wir haben immer und immer wieder dieses nervige Summen gehoert. Dann hies es aufstehen, Licht an, Brillen auf, Schnakenjagd. Da es auch in der Nacht warm war, haben wir die Fenster mit den Mosquitonetzen offen gelassen. Und auch dort haben die Biester schon von aussen gelauert. Gut, stechen konnten sie uns nicht, aber das bloody Brummm hoert man trotzdem und kann kaum einschlafen.
Das Resultat waren wenige Stiche bei Andi und ca. 40(!!!) bei mir, davon locker 15 pro Knoechel. Es juckt wie die Angst, fast nicht auszuhalten.

Am naechsten Morgen haben wir dann etwas laenger geschlafen und wollten danach zum Mardugal Billabong, leider haben wir den Weg nicht gefunden und dann spontan entschieden den 3.5km langen Weg zum Mirrai Lookout anzugehen. Wenn wir gewusst haetten, dass sich die 3.5km in 1.75km steil bergauf ueber Fels und Stein und dann wieder zurueck aufteilen... aber naja wir gingen es an und sind dann nach ca. 30 Minuten am Lookout ueber den Park angekommen :-) Schweissgebadet haben wir den Lookout genossen und natuerlich eifrig geknipst:

Kakadu NP - Mirrai Lookout


Nach einem Muesli Fruehstueck ging es zurueck nach Cooinda, wo wir am Nachmittag noch einen 2km langen Billabong Walk laufen wollten. Nachdem wir an der Rezeption ankamen, haben wir mal nach dem Start des Weges gefragt, sind diesen gefolgt und kamen, ja genau, nach 1km beim Culture&Arts Center raus. Ganz toll!! Naja haben wir uns spontan umentschieden und das wirklich sehr schoene und informative Cultural Center angesehen. Leider ist es sooo informativ, dass man sich das alles gar nicht merken kann :-)
Am Abend startete dann unser Highlight des Tages (und wir haben uns gegen die Mossies vorbereitet: lange Hosen, 3fach Insektenspray, und und und es war kein einziger da!!!). Es ist schon eine ziemliche Touri-Veranstaltung und auch echt ueberlaufen. Aber es ist es wert! Auf einer zweistuendigen Cruise durch die Yellow Water Wetlands und entlang des South Alligator Rivers sieht man nicht nur eine berauschende Natur, sondern auch wahnsinnig viele Voegel, Salzwasser-Krokodile in allen Groessen und einen herrlichen Sunset. Der Guide erzaehlt einem zudem sehr viel Nuetzliches ueber die Voegel, die Landschaft und die Crocs. Also echt lohnenswert. Wir waren beide sehr begeistert und haben unter anderem Kingfisher, Crocs, einen Seeadler und viele andere Voegel beobachten, filmen und fotografieren koennen.

Kakadu NP - Yellow Waters Wetlands


Die Nacht war wieder die Hoelle. Wieder Mossies im Auto, wieder neue Stiche, wieder kaum geschlafen: Oh Deutschland, bist du schoen!!! Am dritten Tag ging es in die Nourlangie Region. Der ebenso benannte Berg Nourlangie bietet einem Aboriginal Rock Art, die teilweise mehrere 10.000 Jahre alt ist. Da wir relativ zeitig dran waren, erspaehten wir im Laub hinter einigen Felsen ein Black Wallaroo. Zudem hatten wir Glueck und konnten an einem kostenlosen Ranger Talk ueber ein "Kunstwerk", das allerdings erst 50 Jahre alt ist, teilnehmen. Dabei haben wir wieder einiges ueber Aborigines und diesmal unter anderem etwas ueber ihren Lightning Man erfahren.

Kakadu NP - Nourlangie


Nach dem Hike zum Lookout, auf dem man bis zum Plateau des Arnhem Lands sehen kann, haben wir noch einen 2.5km langen Walk um den Anbangbang Billabong gemacht. An diesem kann man im Hintergrund den Berg sehen und dazu viele Wasservoegel. Auch vor Crocs wird gewarnt, allerdings konnten wir keines erspaehen.

Kakadu NP - Anbangbang Billabong


Danach ging es weiter in die Kakadu "Hauptstadt" Jabiru, wo wir uns am Campground niederliessen und erstmal chillen wollten, da es schon wieder sehr heiss war. Andi war dann so hungrig, dass wir das Dinner zum Lunch machten und gekocht haben... Allerdings waren wir wohl nicht die einzigen Hungrigen: Ein Dingo kam ganz unverbluemt zu uns und hat sich zum Auto in den Schatten gelegt. Wir wussten erstmal nicht, wie wir reagieren sollten, haben ihn dann aber einfach in Ruhe gelassen und gemampft. Nachdem er festgestellt hat, dass er hier nix zu essen bekommt, ist er wieder abgezogen :-) Gott Sei Dank!
Als die Hitze am staerksten war und die Schatten immer kleiner geworden sind, verzogen wir uns zum Caravanpark-eigenen Swimmingpool. Dort bemerkten wir dann auch, dass es hier leicht Asche regnet! Eine der Nachwirkungen der beabsichtigten Braende.
Am Abend boten die Ranger hier eine kostenlose Informationsveranstaltung in Bezug auf die reiche Tierwelt im Kakadu National Park an, welche wir liebendgerne annahmen und es nicht bereuen sollten!! Die Slight Show dauerte um die zwei Stunden unter freiem Sternenhimmel (die Milchstrasse ist hier so wunderbar zu sehen!); sitzen konnten wir jedoch schon nach kurzer Zeit nicht mehr und die Stiche juckten nur so! Aber wir hielten durch und waren letztendlich stolz und gluecklich, doch schon so viele der Tiere (von denen einige nur im Kakadu NP ihr Zuhause haben und sonst auf der ganzen Welt nicht zu finden sind) gesehen zu haben.
Bevor es diese Nacht zu Bett ging, haben wir von der "Chemie-Bombe" Gebrauch gemacht, was so viel bedeutet, dass wir ein starkes Insektengift zehn Sekunden in's Auto gesprueht haben, dieses mit geschlossenen Tueren 20Minuten haben einwirken lassen und daraufhin 10Minuten gelueftet haben. Auch wenn Peter immer so gegen die "Chemie-Bombe" war, diesmal hat er sie mit offenen Armen willkommen geheissen, da wir in dieser Nacht keinen einzigen Mosquito im Auto hatten!

Dementsprechend fanden wir mehr Schlaf als in den vorhergehenden Naechten und sind so wieder bald aufgestanden, um die Natur in den fruehen Morgenstunden zu geniessen sowie der Hitze tagsueber aus dem Weg zu gehen. Unser Plan fuehrte uns zur Border zum Arnhem Land, nach Ubirr. Wir waren trotz 40km-Fahrt zu bald dran und verbrachten die Wartezeit bis zur Parkoeffnung mit einem ueberteuerten Latte im einzigen Cafe in dieser Gegend. Der daraufhin folgende Walk fuehrte von einer Aborigine Art zur naechsten und schliesslich zum bekannten Lookout in Ubirr, welcher auch in dem Movie "Crocodile Dundee" vorkommt. Die Aussicht sowie auch die Ruhe waren einfach gigantisch und es war fuer jeden was in den vier Himmelsrichtungen dabei: Wetlands, Arnhem Land Escarpment, Rainforest, Stone Country, Floodplains.
Zudem waren wir wieder mit von der Partie als eine Rangerin, die seit 10Jahren hier in engem Kontakt mit den Ureinwohnern lebt, ueber Leben und Kultur letztgenannter informierte. Wir hoerten sowohl etwas ueber food ("grandma's kitchen") als auch zwei stories ueber children and law. War wirklich sehr interessant und am liebsten haetten wir noch mehr ueber die wirklich bemerkenswerte Kultur der Aborigines gelernt, von deren basics wir "White Fellas" uns einiges abschauen koennen.

Kakadu NP - Ubirr


Weiter ging es zum Manngarre Rainforest Walk durch Monsoon Rainforest am East Alligator River entlang. Gleich zu Beginn gab uns ein Mann einen Hinweis, dass man direkt am Ufer am Parkplatz zwei Saltwater Crocs zu sehen bekommt. Die waren wirklich schon nicht schlecht und so ganz ohne Zaun oder sonstiger Abtrennung von den Touris. Einzig ein Schild wies auf die Gefahr der Crocs hin... Aber im Laufe des Walks sahen wir noch einige weitere wilde - wirklich nicht weit von uns entfernt!! Zudem war der Regenwald sehr dicht und ueberall raschelte es nur so. Gesehen haben wir jedoch nichts ausser ein paar Spinnen und Voegel (vielleicht auch besser so). Wir gingen dann den kuerzeren Circuit, da der laengere nur fuer Frauen bestimmt ist (sacred women site). Das passte auch, da die Sonne schon wieder ihren Hoechststand erreicht hatte, es dementsprechend heiss war, die Mossies uns verfolgten und wir wahnsinnig Hunger hatten.

Kakadu NP - Manngarre Rainforest Walk


Wieder in Jabiru angekommen, fanden wir eine suesse kleine Bakery, in der die Hoelle los war. Davon ueberzeugt, schlugen wir gleich mal zu und neben einem Fladenbrot gab es auch original australisch Suesses wie zB. einen Lamington und einen Brownie. Yummi :o)

Kakadu NP - Dingo am Campground


Am Weg vom Kakadu in den Litchfield National Park haben wir noch einen kurzen Stop im erwaehnenswerten Bowali Visitor Center eingelegt. Es war bisher wohl das beste Visitor Center, das wir gesehen haben. Neben vielen Bildern, Geschichten und Tieren, gab es auch noch drei kostenlose, jeweils einstuendige Kinofilme ueber den Kakadu in den verschiedenen Jahreszeiten, zu sehen. Zwei der drei haben wir uns angesehen, war wirklich sehr, sehr interessant.

Kakadu NP - Bowali Visitor Center


Danach haben wir noch in der South Alligator Region bei den Mamukala Wetlands eine Pause eingelegt und von der Viewing Platform aus nochmals ein tolles Feuchtbiotop mit vielen Voegeln bestaunen koennen - und das gegen Mittag.
Alles in allem wurde der Kakadu National Park irgendwie unser Favorit-National Park :-)

Kakadu NP - Mamukala Wetlands


Gruesse von uns und all den Salties,
Boh Boh (Goodbye auf Aborigine),
Andi & Peter

Freitag, 10. Juli 2009

Kununurra

hi mates,

in Kununurra angekommen, ging es erstmal an die Campground-Suche, da die hier oben momentan schon alle sehr ausgebucht sind wg. holidays und dry-season (high-season). Haben noch einen Platz ergattert, der direkt am Lake Kununurra lag und somit einen wunderbaren Sonnenuntergangs-Blick auf den Berg mit den zwei Bezeichnungen "Sleeping Buddha"/"Elephant Rock" (siehe pics) freigab. Das war auch schon das einzig Tolle an dem Caravanplatz, so dass wir tagsdrauf gleich mal in den Hidden Valley Caravanpark wechselten. Dieser hatte so einige Vorteile: wir bekamen fuer dasselbe Geld eine powered site, der Platz ist allgemein ruhiger und erschien aufgeraeumter und er ist direkt neben dem Mirima National Park (Hidden Valley) gelegen, so dass unsere walking tour am darauffolgenden Morgen (tagsueber kann man sich fast nicht in die Hitze wagen) durch den ganzen Park sozusagen gleich um die Ecke begann.

Kununurra


Der Park an sich ist nicht gerade gross und beinhaltet drei hikes, welche wir alle innerhalb zweier Stunden gemeistert hatten. Wir waren jedoch froh, die Chance genutzt zu haben, da der Mirima Park dem Bungle Bungles National Park (Purnululu) aehneln soll, den wir leider wegen der zu roughen Zufahrtstrasse gemieden haben. So kamen wir in den Genuss von interessanten, rundgeformten Steinformationen in unterschiedlichen Rottoenen und einer weiten Sicht ueber Kununurra und Umgebung. Am Rueckweg hat Andi dann sogar eine Abkuerzung entdeckt: Wir mussten nur ein Paar Felsen runterklettern und haben uns damit ca 45 Minuten walken erspart. Da war ich aber mal so richtig stolz auf sie!!!

Mirima National Park


Zudem liessen wir uns nicht die Aboriginal Art Gallery in Kununurra entgehen, in der wir jedoch nur ein paar Minuten verweilten (aufgrund eines gewissen Kulturbanausen unter uns) ;o)

Am Nachmittag nach der Wanderung ruhten wir uns im Schatten am Caravanpark aus bzw. wir hatten es uns fest vorgenommen, mal NICHTS zu machen. Dass dies in einem "Camperleben" allerdings nicht moeglich ist, bewiesen uns die folgenden Stunden: Wir hatten uns zum Lesen hingesetzt und alle paar Minuten sprang jemand anderes auf und begann irgendetwas zu "raeumen". Das ist sowieso des Campers Freude: Raeumen was das Zeug haelt! Nach ein paar Stunden war das Auto entstaubt und geoelt worden sowie Getraenkedosen einsortiert, abgespuelt, Tuecher von Hand gewaschen etc.
Ein ganzes Kapitel fertig gelesen hatte jedoch keiner von uns ;o)

Tags drauf verabschiedeten wir uns von unseren "Alten" (dem australischen Ehepaar, das aus Perth stammt), die uns von Beginn der Gibb River Road an "gefolgt" waren, uns am lookout in Wyndham und nun wieder hier am selben Campground in Kununurra eingeholt hatten. Daraufhin ging es zum Lake Argyle, einem von Menschenhand geschaffenen Stausee. Herrlich anzusehen, aber wie lange werden die durch den Eingriff in die Natur entstehenden Unregelmaessigkeiten noch auf sich warten lassen?

Lake Argyle


Da es hier nicht mal einen walk (sind schon ganz im "walking-Fieber") bzw. ein Cafe gab, fuhren wir an diesem Tag bei brechender Hitze und mit Kopfschmerzen noch 500km bis zur naechsten kostenlosen restarea kurz vor Katherine. Von dort geht es dann in den Kakadu National Park, dem wohl groessten Australiens.


Viele Gruesse an euch,
eure Aussies

Donnerstag, 9. Juli 2009

Wyndham

Hi there,

Nachdem wir die Gibb River Road verlassen haben, sind wir ins ca. 50km noerdlicher gelegene Wyndham gefahren. Ein Ministaedchen in den Kimberley, dass fuer Touris eher uninteressnat ist (auch wenn das Prospekt das Gegenteil behauptet). Am Stadteingang begruesst einen ein Riesen Krokodil, diesmal kein reales. Wir haben uns dann spontan entschieden, die Krokodilfarm anzugucken, da wir genau zur Fuetterungszeit vor Ort waren. Die Fuehrung war sehr interessant und man konnte viele Salties (bis zu 7m lang) und ein paar amerikanische Alligatoren sehen. Die meisten von ihnen haben im Freien gelebt und mussten eingefangen werden, da sie bspw. 25 Hunde einer Community verpseist haben (den letzten davon mitten im Ort, direkt von der Leine weg) oder zwei Kanuten umgeschmissen und attackiert haben - denen ist aber nix passiert.

Wyndham Crocodile Farm


Nach einem Fish & Chips Lunch, der uns auf der Gibb River Road waermstens empfohlen wurde ("In Wyndham they've got the best Barra & Chips in the whole world!!!") sind wir ueber den Five Rivers Lookout, bei dem man uebrigens die von uns durchquerten Fluesse Durack River, Kings River und Pentecost River sehen kann, weiter nach Kununurra gefahren.

Wyndham

Cheers,
Andi & Peter