Mittwoch, 22. Juli 2009

Darwin

Hi zusammen!

Darwin - die noerdlichste Stadt Australiens am TOP END mit dem karibischen Flair hat uns auf den ersten Blick gefallen! Allerdings machte sie uns das Besichtigen etwas schwer durch die humide Hitze (und das in der kaeltesten Jahreszeit in Australien!). Wir hatten jeden Tag ueber 30Grad, die einem wie 40 vorgekommen sind. Wir moechten gar nicht wissen, wie es hier in der wetseason ist, wenn um die 10Grad waermer ist und dazu eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit hat...

Den strikten Plan, den ich fuer die zehn Tage in Darwin zusammengestellt hatte, haben wir schon am zweiten Tag ueberworfen :o), da ein bis zwei Attraktionen bzw. Unternehmungen -und diese am fruehen Morgen- vollkommen ausgereicht haben, um am Nachmittag in Schatten oder Pool am Campground zu fluechten! Wie im Reisefuehrer schon beschrieben, fluechten hier sogar die Einwohner nur von einem klimatisierten Gebaeude in das naechste.
"Geschafft" haben wir trotzdem einiges: beer-can Regatta und Sunset Market am Mindil Beach, NT Museum & Art Gallery, Stadtrundgang, Eastpoint Reserve, Fischessen am harbour, fishfeeding im Aquascene, Auto-Putz und letztendlich -Verkauf.

Zur beer-can Regatta am Sonntag sind wir ein bisschen zu spaet gekommen, so dass wir nur noch die Boote an sich, welche alle aus Bierdosen (ja, hier gibt es noch DOSEN!!) hergestellt waren, bestaunen konnten. Angeblich sind die Einwohner Darwins Weltmeister im Biertrinken, worauf sie offensichtlich sehr stolz sind. Stattgefunden hat das territoriale Spektakel am Mindil Beach, einer der schoenen Badestraende in Darwin, an dem auch zweimal pro Woche die beruehmten sunset markets viele Besucher anziehen. Hier gab es eine Menge leckerer Koestlichkeiten - yummi :o)- aber natuerlich auch Schmuck, (Aborigine) Kunst, Kleidung etc. Peters Highlight war das Kosten von Krokodilfleisch, waehrend meines das Streicheln einer Python war! Philipinisches haben wir bei Sonnenuntergang am Strand gegessen, der an diesem Tag ganz schoen crowded gewesen ist.

DARWIN - beer-can Regatta & Sunset Market am Mindil Beach


Tags drauf statteten wir der NT Museum & Art Gallery einen Besuch ab, in der wir sowohl Aborigine-Kunst gesehen haben als auch wieder einiges ueber die australische Tiervielfalt erfahren haben. Herausragend waren die Informationen ueber den Cyclone Tracy, welcher Weihnachten 1974 Darwin groesstenteils zerstoert hat. Auch das riessige Krokodil "Sweetheart" war eine Attraktion fuer sich.

Darwin - NT Museum & Art Gallery


Der im lonely planet empfohlene Stadtrundgang erwies sich als sehr informativ, aber auch schweisstreibend - und das schon um 10am! Er fuehrte uns an einigen alten, historisch bedeutsamen Gebaeuden (teils auch nur noch Ruinen) vorbei, man hat wieder einiges ueber die Zerstoerung durch den Cyclone erfahren, und kamen vom City-Centre mit vielen Cafes ueber einen Park und den Survivors Lookout zur Esplanade.

Darwin - City Walk


Nach fuenf Tagen Caravanpark in Darwin und unserer ALLERLETZTEN (!!!) Nacht im ALVO, unserem suessen kleinen Bushcamper und treuen Gefaehrten ueber 9 Monaten und mehr als 23.000km, ging es nach Langem mal wieder in ein backpackers direkt im CBD: die Banyan View Lodge. Ist wirklich zu empfehlen, da nur fuenf Minuten vom Trubel entfernt, aber trotzdem ruhig gelegen, und kein typisches "Partyhostel".
Hier ging es gleich am Tag unserer Ankunft am Parkplatz des hostels (zum Glueck im Schatten!) weiter mit dem Ausraeumen, Wegschmeissen und Putzen des Landcruisers. Was sich in 10 Monaten so alles ansammeln kann... Auch eine Waesche von aussen durfte nicht fehlen und so machten wir uns auf die Suche nach einem Car Wash fuer "Grosse". Fuer Bushcamper sind solche natuerlich nicht automisch, also legten wir selbst Hand an: war teils anstrengend (so einfach kann man die 3m Hoehe dann doch nicht ueberwinden und den roten Staub der Pisten einfach loswerden), aber auch erfrischend, das kuehle Nass bei 32 Grad im Schatten, das zwangslaeufig den einen oder anderen erwischt hat, meist den anderen: mich ;o)!

Auch den mit dem Verkaeufer im Voraus ausgehandelten Check im Motor Vehicle Registry Center hat der Bushcamper ohne Macken ueber sich ergehen lassen und bestanden, so dass einem Verkauf nichts mehr im Wege stand.

All unsere Muehen wurden belohnt: der Alvo blitzte und blankte nach ca. 2,5 Tagen Arbeit wie wohl seit Jahren schon nicht mehr ;o) und auch das am naechsten Tag folgende Praesentieren verlief positiv: das deutsche Paerchen, Kati und Kai, schlugen ein und unterschrieben den Kaufvertrag! Wir freuten uns natuerlich, dass wir Kaeufer gefunden hatten (noch dazu so nette), aber ein kleines, wehmuetiges Gefuehl stellte sich doch ein. Immerhin war der Kleine nicht nur unser Auto fuer die letzten 9 Monate sondern auch unser Zuhause gewesen.
Die darauf folgenden Tage bestanden aus Treffen mit Kati und Kai (meist im klimatisierten Gloria Jean's Cafe), um ihnen ein paar Reise-, Routentips etc. zu uebermitteln. Wieviel sie allerdings nach ihrem Jetlag und der krassen Temperaturumstellung behalten haben, steht in den Sternen ;o) Zudem genossen wir in diesen Tagen das Umgebensein von vier Waenden, unsere Betten und die Kuehle durch die Klimaanlage tagsueber, waehrend wir an Campgrounds immer den Schatten der Baeume aufgesucht haben!! Am spaeten Nachmittag, wenn es etwas abgekuehlt hatte, gingen wir spazieren, Steakessen im Hogs Breath Cafe oder machten eine der letzten Ausfluege mit dem ALVO und sahen uns den Sonnenuntergang am Easpoint Reserve an: Wie wunderbar die Sonne hier im Meer versinkt!

Darwin - Eastpoint Reserve


Auch dem harbour statteten wir an einem unserer letzten Abende in Darwin einen Besuch ab und assen bei Mondschein, "Quetschn-Musik" und direkt neben dem Meer sitzend leckeren barra & chips (Barramundi mit Pommes) und Meeresfruechte. Es gab sogar noch eine yummi Nachspeise, da es gar so guenstig war: Bananensplit mit Mandelsplittern und Eisschokolade! Die vielen Tische waren alle besetzt von Einheimischen und Touris, die sich die Koestlichkeiten schmecken liessen. Da wohl an dieser Stelle des Hafens sich viele Essensreste wieder im Meer finden, kamen ganze Horden von Fischen, um sich ihr Abendbrot zu schnappen. Erstaunlicherweise waren viele der Fische riessengross: es handelte sich um obriculate batfishs! Auch ein Barramundi, kleine Rochen und sogar Delfine schwammen unweit von uns durch die Bucht. Da rueckte selbst das leckere Essen in den Hintergrund :o)

Darwin - Dinner @ Harbour


Kurz vor unserer Abreise gingen wir noch mit Kati und Kai zum Aquascene, dem beruehmten Fish Feeding, in Darwin. Hier, direkt an der Esplanade, hatte vor gut 50 Jahren ein Australier angefangen, die durch die high tide (Flut) kommenden Fische zu fuettern. Dies wiederholte sich Tag fuer Tag und inzwischen ist es zu einer richtigen Touristenattraktion geworden. Man steht also teils knietief im Wasser und wirft den Mullets, Milkfishs, Breams etc. Brotstueckchen zu. Die Catfishs bekamen sogar Fleischstueckchen und wir haben dann erfahren, dass diese sogar recht gefaehrlich werden koennen und man ihnen lieber nicht zu nahe kommen sollte... Zum Glueck erst im Nachhinein! Hat viel Spass gemacht, wurde dann aber gegen 11am schon wieder zu heiss, so dass wir uns auf unser klimatisiertes hostelzimmer freuten :o)

Darwin - Aquascene Fishfeeding


Nachdem wir dann am letzten Tag versucht hatten, all unseren Krempel in vier Rucksaecken zu verstauen, doch nochmal ein Paket mit 15kg(!) nach Deutschland geschickt und unsere Gutscheine gegen leckere boost-smoothies eingeloest hatten, war es soweit: wir verabschiedeten uns von Kati und Darwin und Kai fuhr uns mit dem ALVO zum Flughafen - unsere letzte Fahrt mit dem bushcamper. Dort hiess es "Goodbye" und dann Warten bis zum Flug nach Brisbane. Dieser ging um 1:30am und verlief wirklich sehr ruhig. Allerdings wurde es zwischendurch fast unertraeglich warm, so dass man fast nicht schlafen konnte. In Brisbane traf uns dann am naechsten Morgen fast der Schlag: es war ultra kalt! Zumindestens kamen uns 9Grad nach wochenlanger Hitze so vor. Wir beschlossen sodann, auf den "Brisbane2Byron" Bus in der Halle zu warten, und trafen sogar jemanden aus Byron Bay - so klein ist die Welt und auch Australien! Nach einer Stunde ging es mit einem kleinen Zwischenstop in Central Brisbane nach Byron Bay. Dort hat uns nach einem Anruf auch gleich Annis Freund Darren, mit denen wir vor einigen Monaten schon zusammen gewohnt hatten, abgeholt. So mussten wir schon nicht vier Rucksaecke, eine Laptoptasche und ein Surfboard (meins und Peters "Egg" haben wir in Darwin noch an Kati und Kai verkauft) durch halb Byron schleppen! Puhh...

Darwin - car sell + goodbye


Byron hat uns wieder :o)

Viele Gruesse in's warme Deutschland,
Peter und Andi

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