Freitag, 22. Mai 2009

Whitsundays Sailing

Hallo zusammen,

am Strand von Seaforth, in der Naehe des Hillsborough National Parks, hatten wir uns am Mittwoch entschieden, fuer die folgenden zwei Naechte ausnahmsweise mal auf einem Caravanpark in Airlie Beach zu uebernachten. Zum Einen, dass unser Auto mit Wertsachen an einem sicheren Platz steht, wenn wir den ganzen Tag auf hoher See verbringen, zum Anderen (fuer mich viel wichtiger): wir konnten mal wieder duschen :o)

Am Donnerstag Morgen wurden wir gleich mal positiv ueberrascht: voellig untypisch fuer australische Verhaeltnisse wurden wir puenktlich um 7.10am abgeholt und mit einigen anderen zum Hafen gebracht. Allgemein war der Segeltoern auf dem Katamaran "Camira" super organisiert. Fuer uns bedeutete das Luxus pur :o) Wir mussten uns einen ganzen Tag mal um nichts kuemmern (keinen Schlafplatz suchen, keine Route planen, nicht kochen muessen etc.), Essen und Trinken war inclusive, so dass man auch hier nicht an's liebe Sparen denken musste! Einfach fantastisch!

Nach ca. einer halben Stunde Fahrt ging es Richtung Daydream-Island, von der noch einige Passagiere abgeholt wurden. Wir waren wohl um die 40 Gaeste, was sich jedoch auf dem Katamaran gut verlief, so dass man sozusagen keine "Angst" um seinen Platz haben musste. Angeblich verbringen zur Hauptsaison (Sommer) doppelt so viele Leute den Tag auf dem Segelschiff. Zudem war es angenehm, dass wir wohl die einzigen Backpacker unter lauter Australiern waren. Aufgefallen sind zwei aeltere, eingefleischte Aussies, die sich dem Alkohol mehr gewidmet hatten als ihren Ehefrauen... (siehe pics).
Das Wetter machte uns anfangs Sorgen, da wirklich dicke Wolken ueber den Inselgrueppchen lagen und am Tag zuvor hatte es geregnet und sogar gehagelt. Doch diese zogen auch vorbei und nur ab und an brauchte man einen Pulli: sobald die Sonne mal hinter den Wolken bzw. der Gegenwind recht frisch war. Die See war wunderbar ruhig, was den Seglern wohl eher missfiel, mir aber nur zugute kam zwecks Uebelkeit.

Nach leckeren Cookies mit Tee, Kaffee und hot chocolate ging es auch schon zum Riff vor Hook Island zum Schnorcheln. Uns wurde nahegelegt, wetsuits anzuziehen wegen der gefaehrlichen Quallen...na, das ging ja schon mal gut los! In einem kleinen Boot wurden wir dann zum Riff gebracht und los ging's in's doch eher frische Wasser. Die Korallen und vor allem die vielen unterschiedlichen Fische waren wunderbar! Leider war das Wasser scheinbar noch etwas getruebt vom starken Regen tags zuvor, doch nach einem duckdive entbloesste sich die ganze Pracht. Und Quallen haben wir auch keine gesehen.

Wieder an Bord fuhren wir zum beruehmten, weissen Sandstrand "Whiteheaven", der nur so von Touris bevoelkert war und der Hubschrauber flog auch darueber...Etwas entfernt vom Trubel machten wir es uns fuer 90 Minuten im beeindruckend weissen Sand bequem, denn dann wurden wir schon wieder abgeholt zum lunch. Es gab leckere Salate sowie Fisch, Chicken und Steak.
Der Rest des Toerns verlief relaxed mit einem Nachmittagsimbiss (tropische Fruechte, Kaese, Cracker und Tortillas - yammi!) und dem Umschippern einiger der insgesamt 74 Inseln; unter anderem steuerten wir Hamilton Island an mit den erschreckend grossen Bettenburgen mitten im Paradies (auch Julia Roberts soll dort ein Domizil haben).

Der Ausflug hat uns super gefallen, wir haben uns gut entspannen koennen und es war wie ein kleines Highlight unserer bisherigen Reise. Auch wenn wir uns die Islands an sich ganz anders vorgestellt hatten: wir hatten karibische Sandstraende und viele Palmen im Sinn und teils kamen wir uns vor wie inmitten Kanadas mit felsigen Inseln voller dichter Waelder.

Sailing Whitsundays


Jetzt geht's auf nach Townsville.
Hoffen, euch geht's allen gut. Viele liebe Gruesse,
Peter und Andi

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