So, dann will ich hier auch mal mitmischen, nachdem ich jetzt, nach drei Jahren Architekturwahn, auch mal andere Gedanken zulassen kann!
Gestern fand der letzte Akt in der Hochschule statt: wir bekamen unsere Kaasblattl, zwei Bücher und sogar ein Abo vom Baumeister für ein Jahr...Naja, dann hab ich schon mal was zu lesen, wenn wir wieder zurück sind...
Bei der Ausstellung unserer Bachelor-Thesen hat mich der Dekan angesprochen und meinte, er kenne ein paar Adressen (Arch.-büros) in Australien. Da werde ich mich gleich mal kümmern. Das wäre natürlich super; auch wenn man gleich einen Ansprechpartner hat!
Aber so locker wie mein Spatz bin ich noch lange nicht: langsam aber sicher wendet sich das Blatt und die Angst vor Neuem, Unbekanntem überwiegt der Vorfreude...hoffentlich stellt sich das rechtzeitig wieder ab und ich kann das Jahr in vollen Zügen genießen, bevor ein weiterer, neuer Lebensabschnitt beginnt. Aber es ist einfach ein komisches Gefühl, wenn man weiß, in 60 Tagen sehe ich meine vertrauten Personen, zu denen man mit jeder Kleinigkeit kommen konnte, ein ganzes Jahr erstmal gar nicht mehr!!! Wir sind auf uns alleine gestellt, müssen uns um Dinge kümmern, die von einem normalen alltäglichen Leben in Deutschland ganz ganz weit weg sind und müssen bestimmt das eine oder andere Mal mehr über unseren eigenen Schatten springen; ich wohl öfters als mein kleiner Spatz :o)
Aber jetzt wartet die nächsten zwei Monate erstmal noch eine ganze Menge Arbeit auf uns: neber'm täglichen Geld verdienen müssen wir nach und nach die Wohnung auflösen, trempeln gehen, ein Portfolio für Bewerbungen für den Master (evtl. Oktober 2009) zusammenstellen, natürlich dafür auch schon einige Unis aussuchen, sich um alle möglichen Versicherungen kümmern (mein Schatz hat da den besten Überblick :o) ), alle möglichen Gutscheine noch einlösen, die wir in den letzten Jahren geschenkt bekommen und uns nie gegönnt haben und natürlich einige Abschiedsfeiern, -essen, -grillen mit den Liebsten veranstalten! Zum Zahnarzt muss ich auch noch, fällt mir da ein!
Und genau da mache ich jetzt weiter: Sachen wegwerfen, die man schon vor drei Jahren wegwerfen wollte, es aber nicht über's Herz gebracht hat! Kann ich nur empfehlen: Man fühlt sich danach richtig befreit und aufgeräumt :o)
Lasst's euch gutgehen!
Eure Andi
Samstag, 26. Juli 2008
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